A.A.S.: Da dies die zweite Reise mit scheinbar dem gleichen Ziel ist - selbst der Titel ist gleich! - kann man sich fragen: "Wieso?"Es gibt zwei gute Gründe dafür:
A.S.: Als Vorbereitung habe ich den DuMont-Reiseführer Hong
Kong, Macau und Kanton verschlungen, der mir detailierte Hinweise für
diese zweite Reise gab. (Macao heißt auch portugiesisch Macau, auch
chinesisch Aomen.) ISBN 3-7701-3274-2
Der HK$ stand während der Reise bei 1 DM = 4.32 HK$.
(Nach zwei Wochen Arbeiten bin der Bankakademie in
Frankfurt/Main - unterbrochen durch die Radtour im Odenwald - fahre ich am
Donnerstag, 16.7. nach Paderborn zurück. Freitag, 17.7. regeneriere ich mich,
um das Wochenende das Schützenfest in Salzkotten unbeschwert mitfeiern zu
können.
Dies beginnt für mich am Samstag, 18.7. ganz knapp mit dem Antreten bei Okesson
und Marschieren zur Vogelstange. Den Abend feiern wir mit allen Freunden bis in
den frühen Morgen. Der Sonntag, 19.7. verläuft - mit Rücksicht auf unser
Alter;-) etwas ruhiger, aber nur, um den Montag, 20.7. noch ausgiebiger feiern
zu können: Das Schützenhochamt steht an genauso wie das Schützenfrühstück und
der Hedersprung am Vormittag und der Abend in der Festhalle!
Am Dienstag, 21.7. werde ich von Matthias Heinrichs und Michael Hucht
mitgenommen bis Fulda, um mit einigen Problemen den Flughafen Frankfurt/Main zu
erreichen.)
Der Flieger der Emirates geht pünktlich um 22:00. Bei dieser Fluglinie handelt es sich um eine recht gute Fluglinie. Der Service ist gut und die Beköstigung auch:-) Leider ist der Flug sehr billig gewesen (1044 DM inkl. Steuer), was auf dem Hinflug ein Umsteigen in Dubai (zwei Stunden Aufenthalt) und auf dem Rückflug eine Zwischenlandung in Bangkok (eine Stunde Aufenthalt) und ein Umsteigen in Dubai (Aufenthalt vier Stunden) zur Folge hat:-( Die A300 bis Dubai ist sehr eng, während die 777 nach Hong Kong gut Platz bietet.
Ich komme gegen 20:00 auf dem neuen Flughafen Chep Lap Kok in Hong Kong an.
Dort werde ich von massa abgeholt. Er hat schon Tickets besorgt und es geht mit
dem neuen Airport Express nach Hong Kong Island. Der Airport ist so neu, daß er
noch nicht mal fertig ist. Außerdem wirkt er steril und billig, viel zu groß
und den nächsten Tag schon fiel der Airport Express aus, so daß einige Leute
ihren Flieger verpaßten ...:-|
(BTW: Der alte Flughafen lag direkt in der City, in Kowloon, und nicht
30 km außerhalb! Man konnte sein Ziel in Hong Kong dann "fast zu
Fuß"erreichen.)
Mit massa geht es zu ihm nach Hause. Und zur Orientierung, er wohnt im
Hochhaus direkt hinter dem bekannten Man Mo-Tempel an der Hollywood
Road, in der Nähe des Hillside Elevator Link! Auf ein Bier gehen wir
noch zu einem dai pai dong (Straßenrestaurant) in der Straße.
Leider können wir heute nicht ausschlafen: Donnerstags ist Rotary
Frühstück! Und das beginnt 7:45 (am!) mit dem morning chat. Dann
Eröffnung, Regularien, guest speaker (immer wieder interessant!) und
dem eigentlichen Frühstück, einem full english breakfast! Ende ist
meist gegen 9:00. Wir gehen nach Hause. Das schöne ist, daß sich bei
ihm in der Wohnung nichts verändert hat. Alles in der Wohnung hat
irgendwo seinen Platz. Es ist recht gemütlich. Wir vertrödeln den
Vormittag und gehen nachmittags auf einen Sprung in den Yachtclub.
Hier nehmen wir am ausladenden Mittagsbuffet im Bistro teil (All you
can eat for only 68 HK$!). Wir sitzen draußen auf der Veranda unter
Palmen, vor uns plätschert das Wasser an die Kaimauer. Der Yachtclub
befindet sich seit jeher auf der ehemaligen Insel Kellett Island, die
mittlerweilen mit dem Festland verbunden ist. Es ist sehr lecker, die
Bedienung sehr gut und wir genießen den Blick: Linker Hand erstreckt
sich die Skyline von Hong Kong Island während man rechter Hand den
Blick über den Victoria Harbour nach Kowloon schweifen lassen kann!
Perfekt!
(Von diesem Blick konnte ich nicht genug bekommen und ich habe so oft
wie möglich im Yachtclub gegessen: Mittags, zum Kaffee und abends.)
Dann begeben wir uns auf die Yacht: Sie liegt nicht am Kai, sondern
ist an vier Bojen vertäut. Das impliziert die Überfahrt mit dem
Club-eigenen Sampan-Service. Die Yacht ist ein ordentliches Boot und
mit 48 Fuß = 16 Meter ist sie auch nicht klein. Aber leider ist sie in
einem erbärmlichen Zustand ...! Aber deshalb bin ich ja hier:-) Wir
besprechen die Vorgehensweise für die nächsten Tage und inspizieren
die Yacht, während massa mich mit den wichtigsten Details vertraut
macht. Abends lassen wir es uns nicht nehmen, im Bistro zu speisen:-)
Und der nächtliche Blick wie oben schon beschrieben ist noch
eindrucksvoller als der am Tag!
Morgens schlafen wir aus bis jemand aufwacht, der dann auch Kaffee
aufsetzt. Morgens ist auch der beste Zeitpunkt, mich auf dem
heimischen Rechner per telnet einzuloggen: In USA wird es gerade Nacht
und in Europa ist noch Nacht! So lese und schreibe ich eMails und
bleibe über die wichtigsten Sachen informiert. Mittags geht es für
mich auf's Boot: In den nächsten Tagen liegen Dinge an wie Ölen der
Teakholzteile außen, Streichen des Decks mit anti skid-Farbe,
Lackieren des Tisches außen, Reparieren der Deckbeleuchtung,
allgemeines Herstellen von Ordnung unter Deck, etc. etc. Fehlendes
Material und Arbeitsmittel bekomme ich im ship shop.
Direkt zu Beginn des Urlaubs sehe ich mich im Gebrauchthändlerviertel
für Photoartikel nach einem 35 mm Canon-Objektiv um. Ich bin mit dem
Canon AE1 program-Gehäuse und der Minox 35 GT angereist und will mir -
da auf die Minox kein Verlaß mehr ist - hier ein 35 mm-Objektiv
kaufen. Wenn das nicht klappen sollte, dann photographiere ich
ersatzweise solange mit der Minox. Aber die Enttäuschung ist groß: Die
Palette an gebrauchten Original-Objektiven ist sehr groß, scheinbar
ist alles - inkl. Originalverpackung - vorhanden, doch die Preise
liegen um 50 % höher als in Deutschland! Für ein 35 mm 1:2 muß ich
1500 HK$ bezahlen, für ein 35 mm 1:2.8 rund 1000. Das ist mir zu
teuer. Um der Geschichte vorwegzugreifen: Am vorletzten Tag finde ich
ein 35 mm 1:2 S.S.C. zufällig für 205 DM! Und als ich meine Minox im
Gebrauchthändlerviertel verkaufen will, will man gerade mal 50 % vom
deutschen Preis bezahlen, als um 100 DM:-(
Die Minox ist einer meiner liebsten Reisebegleiter. Allerdings geht
der Verschluß in rund 20 % der Fälle nicht auf, und zwar unregelmäßig.
Darauf ist also kein Verlaß mehr:-(
Heute Abend kommt massa noch im Club vorbei und wir essen wieder schön
im Bistro!
Heute wollen wir zusammen den Motor zum Laufen bekommen. Ich
organisiere eine Ersatzbatterie, doch am Nachmittag stellen wir die
Arbeit ein, da wir zusammen zu massa's Freundin nach Shenzen fahren.
Mit der MTR und der KCR (Bahn) geht es zum Grenzort Lo Wu in den New
Territories. Zu Fuß geht es durch die Grenzkontrolle und auf der
anderen Seite werden wir von O Mui und einige Freundinnen abgeholt.
Mit dem Taxi geht es in Richtung von O Mui's Wohngegend. Dort
schlendern wir noch über den nächtlichen Markt. Wie in südlichen
Ländern Europas herrscht in der Mittagshitze eher Ruhe und das Leben
verschiebt sich in die Nacht. Hier macht sich massa's Chinesisch
vorteilhaft bemerkbar: Mit mir versucht man Englisch zu sprechen und
mich übers Ohr zu hauen. Doch massa interveniert ..., zur Verwunderung
der Händler auf Chinesisch;-) O Mui kauft noch drei glückbringende
Blumen und wir steuern ein Restaurant an. Hier geht es zu wie als wenn
es morgen nichts mehr zu essen geben würde: Alle Tische sind randvoll
in den zwei ausladenden Stockwerken. Alles wuselt durcheinander. Wir
bekommen einen Tisch. Wir essen Fisch, Garnelen, Hühnchen und Reis,
dazu gibt es Tee und - einheimisches - Bier. Dann bummeln wir durch
die Straßen zur Wohnung von O Mui. Auch hier sind die Straßen noch sehr
belebt. Abends spielen die Mitbewohner mit Freunden noch Ma Jong bis spät
in die Nacht ..., es ist Wochenende.
(BTW: Ma Jong ist so eine Art Mischung aus Romme und Domino, mit
leicht erweiterten Regeln und Riten.)
Morgens brechen wir früh auf: Wir wollen mit dem Bus zur Küstenstadt
Shekou (Großraum Shenzen) und dort Larry (Rotary-Freund von massa)
besuchen.
Wir bummeln noch etwas über den Markt in Shenzen zum Bus. Der bringt
uns - klimatisiert! - in einer Stunde nach Shekou. Larry zieht gerade
nach Kanton um, hat aber noch Probleme an seinem Rechner, die massa und
ich versuchen zu lösen. Dann gehen wir zum Italiener gegenüber, essen
Pizza und trinken ein Bier. Danach bummeln wir an der Küstenpromenade
entlang. Hier haben findige Geschäftsleute alte Militärfeldstecher
aufgebaut und verlangen für den Blick hinüber in die - freie Welt der
- New Territories fünf Yuan! Dann begeben wir uns zur Fähre, die uns
nach Hong Kong zurückbringen soll, und verabschieden O Mui.
Den Abend widmen wir noch dem Motor im Boot: Zusammen stellen wir
fest, daß der Anlasser zwar dreht, aber nicht mitnimmt. Also bauen wir
den Anlasser aus. Eine schweißtreibende Arbeit im Motorraum in
unmöglicher Haltung bei 35 Grad Celsius! Den Anlasser nehmen wir uns
dann aber an Deck vor: Entweder ist das Relais des Magneten defekt
(was aber eigentlich nicht sein kann, wenn der Anlasser dreht) oder das
Zahnrad wird nicht mitgenommen, was auf eine defekte Gabel hinweisen
würde. Wir nehmen den Anlasser auseinander. Zwischendurch holen wir
mit dem letzten kostenlosen Sampan noch Bier und Eis für die Kühlung
aus der Bar des Yachtclubs. Der Anlasser ist recht rostig und nachdem
wir das Arbeitsprinzip verstanden haben, reinigen wir ihn, setzen ihn
instand, testen ihn, setzen ihn wieder zusammen und bauen ihn im Motor
wieder ein.
Das schönste ist aber, dies alles zu tun während die Skyline von Hong
Kong Island langsam ihre Lichter anschaltet und es immer dunkler wird.
Dazu schaukelt die Yacht leicht im Hafenbecken, das Bier schmeckt
doppelt gut und wir erzählen von der alten Zeit in Paderborn und ich
erzähle, was die alten Freunde so treiben. Dabei fallen uns beiden
viele schöne Geschichten ein, wir lachen herzlich! Dies war sicher
einer der erfolgreichsten Tage auf dem Boot und einer der schönsten
des gesamten Urlaubs an sich! gegen 1 Uhr verlassen wir dann das Boot
und fahren nach Hause.
Heute mache ich mein Visum klar für meine kleine China-Reise. Wieder essen wir im Club zu Mittag, wollen dann noch etwas mit Russel seiner Air Con erledigen, was aber in die Hose geht:-| Auf dem Boot arbeite ich bis abends um 8 (dann geht der letzte kostenlos Sampan und bei massa gibt's noch Karaoke, live:-)
Heute habe ich eine kleine Wanderung durch Hong Kong Island geplant.
Arbeit auf dem Boot ist out. Ich gehe von massa (Western District) bis
Causeway Bay und folge den winzigen Spuren der alten Küstenlinie, die
noch sichtbar sind. Zuerst sehe ich mir den Hollywood Road-Park an und
gehe zur Possession Road: Hier ging Captain Charles Elliot an Land und
nahm Hong Kong Island 1841 in Besitz, daran erinnert auch der Name
dieser Straße. Ich gehe weiter zur Stanley Street Nr. 26, in der sich
das Luk Yu Teahouse mit originaler Einrichtung aus den 20er Jahren
befindet. Hier gehe ich nicht nur vorbei, sondern mache eine Pause bei
einer schönen Kanne Tee. Die Inneneinrichtung ist wirklich schlicht,
aber ungemein reizvoll!
Dann komme ich zur Ice House Street, wo früher wirklich Eishäuser
gestanden haben, nahe der Küstenlinie. Heute stehen hier Hochhäuser
... Dann gibt es noch eine kleine Kuriosität: Die einzigen Gaslaternen
von Hong Kong befinden sich hier in einer Parallelstraße ..., und sind
immer noch in Betrieb! Gerade werden sie von einem Handwerker
überprüft. Jetzt erklimme ich eine leichte Steigung, die mich zur
French Mission führt. Von dort oben, ehemals hoch über der alten
Küstenstraße gelegen, läßt sich der alte Küstenverlauf gut vorstellen,
denn der Hang ist dicht bewachsen und Treppen führen steil zum Ufer
hinunter ... Die Frech Mission selbst ist pittoresk vor der Hong Kong
Bank gelegen, einem der wichtigsten architektonischen Wahrzeichen Hong
Kong's. Es besteht aus vorgefertigten Stahlbauteilen und soll
zerlegbar und an anderem Ort wieder aufbaubar sein ..., vielleicht im
Hinblick auf die Übernahme Hong Kong's von China 1997.
Dann bummle ich weiter in Richtung Osten immer entlang der alten
Küstenlinie, die nahezu vom Verlauf der Tram markiert wird. In Wan
Chai nahe der Queen's Road, welche 1842 als Küstenstraße am Rand der
Bergkette gebaut wurde, weiche ich davon ab und stürze mich in ein
dichtes und enges Gassengewirr: Einer der ältesten Teile der Stadt
umfängt mich. Hier lasse ich mich in einem der typischen Restaurants
nieder und kann - Dank massa's Crash-Kurs! - auf Chinesisch bestellen.
Die Wan Tan schmeckt so doppelt gut! Ich folge dann der alten
Küstenlinie - immer umgeben von zahlreichen Hochhäusern, so daß man
das Wasser nur ahnen kann - passiere das alte Wan Chai Post Office von
1915 und komme zu einem alten Tin Hau-Tempel, dessen Lage gut erkennen
läßt, daß er früher einmal direkt am Meer gelegen haben muß.
Zum Yachthafen (Taifun Shelter) in Causeway Bay ist es durch den
Victoria Park nicht mehr weit. Auf dem Boot kann ich nichts mehr
ausrichten, so fahre ich mit der Tram zurück nach Central, zur Lan
Quai Fong, einem Kneipen- und Amüsementviertel, wo ich mich mit massa
bei Schnurrbart verabredet habe. Dies ist ein deutsches Restaurant mit
leckeren Gerichten - Roulade mit Rotkohl und Knödeln - und prima Bier
vom Faß: Warsteiner, König Pilsener und Jever. Leider hat die durchweg
nicht-deutsche Bedienung (Briten) den Drang, ein Pils in sieben
Minuten zu zapfen:-( Und so zieht es sich von einem Bier zum anderen.
Für uns ist der Tag dann auch zu Ende.
Da es für mich bald nach China geht und ich ohne Hut nicht losradeln
möchte, will ich mir vorab schon einen geeigneten Hut zulegen. Dazu
soll es auf der Insel Cheng Chau die besten Möglichkeiten geben.
(BTW: 1996 habe ich mir zweimal auf der Stirn einen Sonnenbrand geholt
wegen fehlender Kopfbedeckung. Das sollte mir kein zweites Mal
passieren! Und auf Hong Kong Island habe ich vergebens nach einem
passenden Strohhut Ausschau gehalten ...)
Mit der Fähre geht es in einer Stunde nach Cheng Chau. Diese Insel ist
eigentlich autofrei und verstrahlt einen alten elegischen Charme,
besonders an der Küstenpromenade Praya Street. Die bummle ich entlang,
entdecke zwischendurch noch einen geeigneten Strohhut (einen, der an
der Auflagefläche am Kopf ein flexibles Frotteeband besitzt, welches
den Hut sicher am Kopf hält und sehr sympathisch zum Tragen ist) und
gelange so zum Pak Tai-Tempel: Dieses ist eine schöne kleine Anlage
mit vielen interessanten Details! Dann bummle ich durch die Hauptgasse
an den verschiedensten Geschäften vorbei zum Tung Wan-Strand, wo reger
Badebetrieb herrscht. Von hier geht es zum Warwick Hotel, unterhalb
dessen rund 2500 Jahre alte Felszeichnungen zu sehen sind. Sie sind
zwar sehr undeutlich, doch deuten sie auf eine frühe Besiedlung von
seefahrendem Volk hin.
Am Strand gehe ich weiter zur Kwan Yum-Bucht: Diese ist recht klein
und so schön gelegen, daß ich eine Pause einlege. Bier gibt es an dem
kleinen Strandkiosk:-) Es ist wirklich sehr ruhig und das Wasser
plätschert gegen den Sandstrand, die Sonne scheint am wolkenlosen
Himmel ...
Dann unternehme ich eine kleine Wanderung entlang der Küste auf
verschlungenen Pfaden, die mich durch eine reiche Vegetation führen.
Unendlich viele Schmetterlinge sehe ich, zum Teil sehr groß, Geräusche
scheinbar von Vögeln, ein Piepen usw., Palmen und auch Bananenstauden
wachsen hier. Und dann ab und zu der Ausblick auf die felsige Küste,
an der ein Fischkutter entlangtuckert ... Herrlich!
Dann komme ich noch einmal an einer Bucht (Nam Tan Wan) an's Meer
heran. Hier steht auch in völliger Abgeschiedenheit ein kleiner Tin
Hau-Tempel, wo ich ein bißchen die Zeit damit vertreibe, etwas zu
trinken und auf's Meer zu blinzeln. Auch die alten Männer vor dem
Tempel können sich dem Schlaf nicht erwehren oder sie dösen im
Schatten ... Ich breche auf und wandere durch einen Friedhof - schön
am Berghang gelegen, zum Hauptort zurück. Dort verbringe ich noch
einige Zeit an der Hafenpromenade im Schatten eines Baumes mit einem
Bier. Dies ist scheinbar das beste Getränk: Es stillt den Durst, gibt
dem Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe zurück und schmeckt echt
gut:-) Die Fähre bringt mich nach Hong Kong Island zurück.
Heute ist wieder Rotary-Tag. Daß heißt, der Tag beginnt mit dem herrlichen full english breakfast im Foreign Correspondence Club! Auf dem Weg zum Boot hole ich mein Visum beim CTS ab. Der Tag gehört ansonsten dem Boot, bis auf den Abend, wo ich mit massa auf der Terrasse des Bistro zu Abend esse:-)
Heute wird es ernst: Es geht um 8:35 mit dem Zug nach Guangzhou,
China! Über die Eltern von Larry's Frau bekomme ich eine Unterkunft im
Foreign Expert Building der Jinan University. Mit 180 Yuan nicht ganz
billig, zwar sauber, aber das war es schon, und rund 15 km weg vom
Zentrum!
Vom Ostbahnhof fahre ich nach den Grenzformalitäten mit dem Taxi durch
dichtestes Mittagsverkehrschaos zur UNI. Nach einigem Fragen finde ich
das Gebäude und bekomme mein Zimmer. Aber ich mache mich sofort wieder
auf den Weg: Mit dem Bus - Dank eines freundlichen Mädchens - 177 und
Umsteigen am Ostbahnhof nach 272 geht es in einer Stunde zum
Hauptbahnhof.
Ich habe mir eine kleines Besuchsprogramm zusammengestellt, welches
für mich interessante Sachen des letzten Besuchs näher beleuchten
sollte.
So gehe ich nach Geldwechseln, Happen essen im Straßenrestaurant nähe
Hauptbahnhof und Postkarten- sowie Briefmarkenkauf zum Yuexiu Park.
Hier genieße ich die Ruhe und bummle zum Zhenhai-Turm, der zur alten
Stadtbefestigungsanlage gehört. Jetzt ist es restauriert und beherbergt
das schöne Guangzhou Museum auf vier Etagen, welches die
Stadtentwicklung in allen Epochen darstellt und mit vielen
authentischen Originalstücken dokumentiert! Es hat mir ausnehmend gut
gefallen und bietet vom obersten Stockwerk einen schönen Blick über
die nicht ganz so schöne Stadt. Weiter bummle ich durch einen Markt
zum Guang Xiao-Tempel, der aber leider schon geschlossen ist:-( Durch
die "Altstadt"geht es für mich jetzt in der einbrechenden
Dunkelheit zum Pearl River.
Hier genehmige ich mir noch das eine und andere Bier in einem
Straßenimbiß direkt am Fluß und werde von einigen Jungen noch in ein
Gespräch verwickelt: Oft ist es das erste Mal, daß sie ihr in der
Schule gelerntes Englisch wirklich ausprobieren können. Und wir haben
uns dann über alles und den ganzen Rest unterhalten! Das war sehr
spannend, zumal man auf direkte Fragen auch ungeschminkte Antworten
bekam. Mit dem Bus fahre ich zurück zum Hauptbahnhof aber nicht, ohne
vorher in einer der vielen kleinen Bäckereien einige der äußerst
leckeren muffinartigen Teilchen mitzunehmen. Die waren wirklich
ausnehmend gut und ich habe sie sehr oft als süße Abwechslung zu
Nudeln oder Reis genossen!
Zu dieser Nachstunde ist das Busangebot - gerade in die entfernten
Außenbezirke - ausgedünnt und ich werde von einigen Motorrad-Taxis
angesprochen, wo es denn hingehen soll. Als ich einem die Visitenkarte
der Universität zeige, einigt man sich schnell auf sam Yuan. Recht
günstig denke ich noch, wo der Bus nur i Yuan kostet. Naja, mache ich
mir darüber keinen Kopf, denn es geht die 15 Kilometer in rasender
Fahrt durch das nächtliche Guangzhou: Mal links überholen, mal rechts,
dann hupen, usw. Zum Glück funktionierte das Licht und der Blinker!
Als wir dann an der Universität ankommen, will ich dem Fahrer 7 Yuan
geben, doch der will mehr! Er hat nicht sam, sondern sam sap gemeint,
als er die drei Finger ausgestreckt hat! Scheinbar hat er den kleinen
Finger noch zu einer 0 gerollt:-| Ok, wenn er handeln will, dann
handel ich auch: Wir nähern uns, indem ich immer ein paar Yuan
drauflege, aber nur weil ich "Preis mache wie für eigene Bruder!"
Bei 20 mache ich halt, weil der Fahrer mir kein Stück entgegenkommt:
Ich sage "Student"und "Hm zin", "Hm sap"etc., bis er aufgibt
und mit den 20 Yuan abrauscht. Naja, ein direkt schlechtes Gewissen
hatte ich nicht. Die Klimaanlage kühlt das Zimmer und ich schlafe gut.
Mit dem Bus geht es wie am Vortag in die Stadt und nach einem Kaffee
steuer ich das "Museum of the western Han Tomb of the Nanyue King"
an. Dieses Grab wurde zufällig bei Bauarbeiten gefunden, dann aber
sorgsam untersucht und jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Grabanlage besteht aus mehreren unterirdischen Kammern, in die man
hineingehen kann. Sehr gut wird dokumentiert, wie die einzelnen
Kammern früher genutzt wurden und was man in ihnen gefunden hat. Die
Fundsachen sind in dem eigens errichteten Museum untergebracht. Dabei
besticht schon dieser Museumsbau durch interessante Architektur. Sehr
schön sind die Funde präsentiert und reichlich kommentiert. Das hat
mich begeistert!
Jetzt will ich mir noch den buddhistischen Liu Rong-Tempel ansehen. Er
beherbergt unter anderem eine 57 Meter hohe, neunstöckige Pagode von
1097. Zum Tempel geht es durch eine kleine Gasse, die von allerlei
Händlern bevölkert wird: Es werden vor allem Zubehör für den Tempel
oder Altar zu Hause und Jade-Artikel angeboten. Der Tempel kostet paar
Rupien Eintritt, die aber lohnen. Leider erinnert mich die Pagode an
den schiefen Turm von Pisa und mir ist etwas mulmig beim Aufstieg, der
dann etwas schweißtreibend ist. Der Ausblick lohnt aber die Mühe.
Nach dem Besuch bummle ich wieder durch die Altstadt, die Haizhu
Zhonglu hinunter zum Pearl-River. Hier sehe ich mir ein interessantes
Gebäude an, welches im Zhenhai-Turm erwähnt wurde: Es handelt sich um
die Aiqun Mansion von 1937, welches als Handelshaus direkt am
Pearl-River errichtet wurde. Der Tag geht zu Ende und ich muß mir noch
ein Fahrrad kaufen:
Ich hatte mir schon einen Laden ausgesucht: Das Rad kostet mich mit
Schloß und verlängerter Sattelstütze 370 Yuan. Mit dem fahre ich dann
etwas auf der Insel Shamian herum und setze mich noch mit einer
Flasche Bier an's Pearl-River Ufer. Dann geht es mit dem Rad ohne
große Probleme zur UNI zurück. Leider macht sich auf dieser - etwa 15
km langen - Strecke schon die mangelhafte Qualität bemerkbar: Auf dem
Gelände der UNI verliere ich die linke Tretkurbel:-( Und den nächsten
Morgen bemerke ich, daß sich die Sattelstütze schon reichlich nach
hinten durchgebogen hat ...
Morgens fahre ich los quer durch die Innenstadt Richtung Westen. Als
Ziel peile ich das rund 120 km entfernte Zhaoqing an, welches am West
River liegt.
Kurz nach der Brücke über den Pearl-River platzt mir der Vorderreifen.
So kann ich den Service der überall an den Straßen wartenden
Reifenflickstationen in Anspruch nehmen. Das geht folgendermaßen: Der
Typ baut das Vorderrad aus. Insgesamt hat er nur einen sehr
beschränkten Umfang an Werkzeug zur Verfügung und alles geschieht in
Windeseile! Dann hebelt er den Reifen von der Felge und wir sehen
sofort, daß der Schlauch auf 30 cm aufgeplatzt ist. Er durchschneidet
den Schlauch, bedeutet mir zu warten, schwingt sich auf sein Fahrrad
und fährt weg. Derweil nehme ich seinen Platz unter dem Sonnenschirm
ein, indem ich mich auf seine kleine Holzkiste setze. Passanten sehen
mich verwundert an:-) Dann kommt der Typ zurück mit einem neuen
Schlauch, den wir dann einbauen. Er setzt das Vorderrad wieder ein und
pumpt auf. Das alles dauert keine 15 Minuten und kostet mich 10 Yuan!
Eine sehr interessante Erfahrung.
Naja, mit einem mulmigen Gefühl fahre ich weiter. Denn wenn mir das im
Gebirge passiert wäre, dann gute Nacht Marie! Die Fahrt geht weiter
über Dali nach Sanshui. Kurz vor der Stadt esse ich in einem
Straßenrestaurant zu Mittag.
(BTW: Wie eigentlich immer bin ich die einzige "Langnase"und es wird
mir ein bißchen zuviel der Aufmerksamkeit zuteil als mir lieb ist.
Aber wenn man sich nicht darum kümmert und dann noch mit etwas
Chinesisch aufwarten kann, normalisiert sich alles.)
Zum Essen suche ich mir einen Fisch aus und es gibt noch Reis und
Gemüse, dazu Bier! Alles sehr lecker. Übrigens, das Wetter spielt gut
mit: Kein Regen trotz Taifunsaison (Monat mit höchster
Niederschlagsmenge!), dafür Sonne und Temperaturen von 37 Grad im
Schatten! Die Straße ich mäßig bis normal befahren und man kann sie
mit der B1 vergleichen, also gut ausgebaut. Die Infrastruktur ist sehr
gut, man schleppt also nicht sehr viel Proviant mit sich herum.
Ich fahre weiter über Mafang, wo ich den North River überquere, nach
Dasha, wo ich auch pausiere. Jetzt verläuft die Straße parallel zur
Bahnlinie, auf der Güterzüge von Dampfloks gezogen werden! Hinter der
Bahnlinie erheben sich die Berge (Dinghu Mountains) bis zu 1000 Meter.
Eine schöne Kulisse, zumal davor die typischen Reisfelder liegen. Mit
Pause in Shuikeng am Ortsausgang, leider haben sie keine Wan Tan:-(so
gibt es nur ein Bier, erreiche ich in der anbrechenden Dämmerung die
Gegend der "Seven Star Crags"bei Zhaoqing. Diese Attraktion
besonders auch für die Chinesen selber ist ein großes Erholungsgebiet
mit Seen und Felsen und vielen touristischen Attraktionen. Ich fahre
in die Stadt und nehme mir ein Hotelzimmer für 150 Yuan. Vom Zimmer
habe ich einen schönen Blick auf die Seen und Berge.
Dann bummle ich an der Seefront entlang: Menschenmassen bevölkern den
Platz! Danach komme ich zufällig an der alten Stadtmauer von 1113
vorbei und beschließe, sie mir am Tage noch mal anzusehen. Das treiben
auf den Straßen fasziniert mich. Ich esse noch in einem
Straßenrestaurant lecker Wan Tan, schlender die Promenade am
West-River entlang und gerate auf dem Weg zum Hotel in einen
Nacht-Markt: Es gibt alles mögliche zu Kaufen und auch kleine, mobile
Essensstände, die so eine Art Spieß mit allerlei drauf anbieten, die
über dem offenen Feuer gebraten werden. Hier photographiere ich ein
bißchen und beobachte das Treiben, als ich von einem jungen Mann
eingeladen werde, mich zu ihnen zu setzen.
Wie sich herausstellt, sind es Kunststudenten, die gerade fertig
geworden sind. Wir reden in Englisch über viele Dinge - die
Berufsaussichten, ihre Zukunft und die sich bessernde
Reisemöglichkeiten - und ich werde noch zu einigen Spießen und zum
Bier eingeladen! Sie begleiten mich dann noch zum Hotel. Das war ein
toller Ausgang dieses anstrengenden Tages.
Heute beginne ich die Tour, die mich strikt nach Südwesten nach Macao
führen soll. Mein Tagesziel ist das rund 120 km entfernte Jiangmen.
Ich überquere den West River, folge ihm ein wenig nach Westen. Dann
folgt eine ruhige Strecke, die mich nach einer Pause in Huilong in die
Berge führt. Vor Huilong verlasse ich die Hauptstraße und fahre durch
die Stadt. Ein paar kalte Erfrischungsgetränke erstehe ich und in
einer Bäckerei einige äußerst leckere "Muffins"! Am kleinen See der
Stadt verspeise ich das alles. Dann geht es durch die schöne und
ruhige Berggegend. Und dazu hatte ich noch Glück: Denn ich konnte den
Windschatten eines treckerähnlichen Gespanns nutzen, welches mit rund
30 km/h den Berg hinauffuhr. So brauchte ich nur den höchsten Gang
einlegen und konnte die Aussicht genießen! Nach einige Kilometern
verlasse ich den Windschatten und ich genieße die Ruhe voll und ganz.
Ich folge einem kleinen Fluß, es geht wieder in die Berge hinein, bei
Dasha biege ich ab nach Süden, folge wieder einem kleinen Fluß,
erklimme zwei, drei kleine "Pässe" und erreiche wieder im
Windschatten den Ort Longkou.
Hier schart sich gleich eine ganze Menschentraube um mich, wie ich
mein Bier trinke. Aber einer der Männer spricht auch Englisch und so
wird es ganz nett. In Verlegenheit bringe ich sie dann alle, als ich
unverhofft die Minox zücke und sie allesamt ablichte:-)
Bißchen im Windschatten und dann geht es durch den Moloch Heshan und
wieder kleine Pässe mitnehmend nach Jiangmen hinein. Hier sind die
Hotels alle etwas teuer. So frage ich bei der zentralen Busstation ein
junges Pärchen nach einem billigen Hotel. Mit ihrer Hilfe finde ich
ein Zimmer für 38 Yuan. Leider nur mit Fan, ohne Air Con, die ich nach
der Hitze auf dem Rad heute gut gebrauchen könnte, mit Toiletten und
Dusche über den Hof! Naja, abends gehe ich einmal um den Block, finde
keinen gescheiten Orangensaft, esse beim KFC und sehne mich nach
meinem Bett!
Ich komme besser voran, als ich geplant hatte und so erreiche ich
schon einen Tag eher Gongbei, die Grenzstadt vor Macao. Rund 100 km
verbleiben aber noch.
Zuerst geht es sehr flach im Tal des West River, den ich dann auch
überquere. Danach biege ich unbemerkt nach rechts ab und verlasse den
kartographischen gespeicherten Bereich:-) Aber die Straße, eine Allee,
ist sehr nett und nicht viel befahren. Beiderseits gesäumt von einer
Art Gärtnereibetrieben, die hier im feuchten Flußtal eine prächtige
Vegetation hinzaubern! Über Wushan und Henglan erreiche ich Shaxi. Von
dort erreiche ich einen neuen Highway: Bei einer Tankstelle muß ich
meinen Steuersatz wieder losdrehen. Er läßt sich nicht gescheit
kontern und so zieht es sich alle 50 Kilometer fest, bis die Lenkung
immer schwerer geht und der Bereich immer weiter eingeschränkt wird:-(
Dann drehe ich den Steuersatz so lose, daß er beim Bremsen schlägt und
hoffe, daß in 50 Kilometer wieder eine kleine Werkstatt vorbeikommt.
Nach Huangcheng biege ich nach links ab und verlasse die gut
ausgebaute Straße, die die vor mir liegenden Berge umfährt. Die Straße
jetzt ist holprig und eng und ich frage, ob das er richtige Weg nach
Shiguta ist. Er ist es. Ok, ich versorge mich im nächsten Laden mit
reichlich Getränken, da ich eine Versorgungslücke in den Bergen
fürchte, was sich nachher aber als unbegründet herausstellt. Nach
kurzer Fahrt geht die kleine Straße in einen - scheinbar noch nicht
ganz fertiggestellten - Highway über! Er führt an einem kleinen Fluß
und einem Dorf vorbei. Dann soll es laut Karte links nach Zhongshan
zurückgehen, ich aber muß mich rechts halten und nehme in der Kurve
die nächste Straße.
Die wird immer enger, der Straßenbelag wechselt von Teer zu Staub und
Geröll. Ich lasse mich aber nicht beirren, da es sehr schön ist hier
bei dieser steilen Bergauffahrt. (BTW, meine Steuersatz sitzt schon
wieder fest:-( Nach einigen Kurven und reichlich Steigung erreiche ich
ein bewohntes Haus, vor dem ein Mini-Pickup wartet. Die Menschen sind
über den unerwarteten Besucher auf dem Rad verwundert und bedeuten
mir, daß es hier nicht weiter geht. Naja, ich solle die Auffahrt
wieder hinunterfahren und müsse die nächste Straße rechts nehmen. Ok,
war ein schöner Abstecher, der mich gelehrt hat, daß wirklich nur
große Straßen Verbindungen auf meiner Reise darstellen. Bei der
Gelegenheit frage ich aber noch nach einer Wasserpumpenzange, um den
Steuersatz zu lockern. Und dann erfahre ich wieder die Freundlichkeit
der Menschen hier: Mir wird angedeutet, daß mich der Pickup-Fahrer mit
hinunter nehmen will. So verstauen wir das Rad auf der Ladefläche und
es geht die holprige Strecke fast im Schritttempo hinunter. Unten
angekommen, macht mir der Fahrer noch eine Skizze, wie ich meinem
weiteren Weg nach Gongbei finde! Nach einer freundlichen
Verabschiedung nehme ich die nächste Straße nach rechts und es geht
ein wenig in die Berge.
Dabei ist es schön ruhig, es gibt wenig Verkehr und die Landschaft ist
wild und zerklüftet. Es geht mit einigen Kuppen am Zhongshan Golf Club
und an den Hot Springs vorbei. Nach der Ausfahrt aus den Bergen -
unterdessen lockere ich den Steuersatz mal wieder - wird es rasch sehr
flach, die Orientierung stellt kein Problem dar und die Fahrt geht
flott voran. Leider gerate ich jetzt aber in eine heftigen
Regenschauer. Zuerst stelle ich mich noch wie fast alle Fahrradfahrer
unter die Bäume am Straßenrand, doch merke ich schnell, daß das nicht
sehr lange von Nutzen ist. So verstaue ich alle wichtigen Sachen
regensicher in Plastiktüten in der Packtasche und fahre im Regen
weiter. Eigentlich ist das kein Problem und der Regen hört nach einer
viertel Stunde Fahrt wieder auf.
Schon halbtrocken erreiche ich dann die Vorstädte von Gongbei. Ich
fahre ins Zentrum und finde schon einige Hotels in der Nähe der
Uferpromenade. Beim dritten Hotel - fünf Minuten zu Fuß zur Grenze
entfernt - bekomme ich ein Zimmer für 195 Yuan.
Jetzt mache ich mich mit dem Rad auf den Weg, einen Käufer zu finden.
Zuerst fahre ich aber noch zur Uferpromenade, gerade in den
Grenzstreifen, werde von Grenzsoldaten darauf hingewiesen und reihe
mich hinter der Absperrung bei den anderen ein. Ich fahre von der
Küste ein wenig weg in die Stadt hinein und sehe nach paar Minuten vor
einem (Miets-)Haus drei Leute auf dem Hof. Potentielle Käfer für mein
Rad, dachte ich.
Das Rad abgestellt und zum Verkauf angeboten. Jetzt folgt das lange
Handeln, das Hinweisen auf alle Features, das Probefahren etc. Ich
starte mit 500 Yuan und werde bei meinen Verhandlungen von einem
Mädchen unterstützt, was Englisch kann. Das Rad ist irgendwie zu teuer
und ich gehe mit dem Preis langsam herunter - Preis wie für eigenen
Bruder - und schlage vor, da sie das Rad kaufen wollen, um es nachher
weiter zuverkaufen, sich für dieses Vorhaben zusammenzutun. Naja, nach
einiger Zeit entscheidet sich dann doch jemand für das Rad - ein
echter bargin - und zahlt nur noch 180 Yuan.
Ich bummle noch ein wenig durch die Stadt und genieße den
Sonnenuntergang an der Uferpromenade: Habe mir vorher schon ein
Guiness gekauft, probiere die Fleischspieße, die hier an Grillständen,
die auf Fahrrädern untergebracht sind, verkauft werden und will ein
paar Postkarten schreiben. Doch schnell komme ich mit meinen
Sitznachbarn ins Gespräch. Abends gehe ich dann noch gediegen in einem
Fischrestaurant essen.
Diesen Tag reise ich nach Macao - der alten portugiesischen Kolonie -
ein. Diese Stadt wollte ich nach meinem ersten Besuch unbedingt noch
einmal besuchen. Die Kacheln im portugiesischen blau-weißen Design,
die ich für mein Schrank-Projekt mitbringen wollte, habe ich leider
nicht bekommen.
Die Grenzkontrolle ist problemlos. Nach einem Problem nehme ich mir
ein Zimmer im Fu Hua-Hotel für rund 65 DM, in dem ich auch 1996
gewesen bin. Ich versuche heute vergeblich, die Kacheln zu finden.
Ansonsten laufe ich durch die Stadt. Nachmittags treffe ich in der UNI
auf Taipa Robert! Robert kenne ich von der Hyper-G mailinglist:-) Er
ist immer der einsame Vertreter der Hyperwave-Gemeinde auf dem
Außenposten Macao ... So wollte ich ihn unbedingt mal kennenlernen, wo
ich schon in Macao bin.
Er zeigt mir die UNI und wir genießen den Blick auf Hong Kong! Dann
holt uns seine Frau O Ling an der UNI ab und wir fahren nach Macao
Peninsula zu einem buddhistischen Restaurant: Es ist sehr günstig, das
Essen ist erste Klasse und es gibt spezielle Regeln: Um Essensreste zu
vermeiden, muß man doppelt bezahlen, wenn man nicht alles aufißt, was
man sich nimmt; denn es ist eine Art "all you can eat"mit Suppe,
Hauptgericht und Nachtisch! Und das alles für rund 4.50 DM! Wir
verabreden uns für den nächsten Tag.
Heute mache ich mein Programm für Macao: Ich will mir ein paar Sachen
etwas genauer ansehen. So löse ich vorab ein traveling
salesman-Problem und sehe mir folgende highlights an:
Den Tempelkomplex Kun Iam Tong: Die Anlage stammt mit ihren
symmetrisch angeordneten Haupt- und Nebenhallen in der heutigen Form
aus dem Jahr 1627. Die Dächer der Hallen weisen besonders aufwendige
Verzierungen mit Porzellanfiguren auf. Die erste Halle ist den drei
Buddhas geweiht, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft darstellen,
die zweite dem Buddha der Langlebigkeit und die dritte Halle der
Göttin der Barmherzigkeit, Kuan Yin. Im Garten hinter (eher neben) dem
Tempel befindet sich der Steintisch (der mich besonders
interessierte), an dem 1844 das erste Handelsabkommen zwischen China
und den Vereinigten Staaten unterzeichnet wurde.
Den Garten Lou Lim Ieoc: Eine Oase der Ruhe!!
Dann habe ich mir den katholischen Friedhof S. Michael angesehen, der
eine Mischung von portugiesischen und orientalischen Einflüssen
ausweist. Man sieht Räucherstäbchen vor Steinkreuzen und manche
Grabinschriften und Namen der Verstorbenen sind teils portugiesisch,
teils chinesisch.
Dann erklimme ich das Guia lighthouse von 1865 (133 Jahre hinter!):
Von hier habe ich auch eine tollen Überblick über ganz Macao bis hin
zum border von China. Von hier wurden auch Warnungen an die
Bevölkerung von Macao gegeben betreffend Taifun- oder
Monsunvorhersagen.
Dann finde ich mich auf dem Largo do Senado ein, *dem* Platz in Macao: Hier
habe ich mehrmals abends gesessen, ein Bier getrunken und verschiedene
Postkarten geschrieben. Denn dieser Platz grenzt direkt an den "Leal Senado",
mein Lieblingsgebäude in Macao!!
Dieser 1784 begonnene und mehrfach veränderte Bau, dessen aus grauem Stein und weißem Stuck gestaltete Fassade angemessene Würde ausstrahlt, gehört zu den schönsten in Macao!!
Dekoriert ist er im Innenhof und in der Eingangshalle unter anderem mit portugiesischen blau-weißen Kacheln.
Zum Betrachten der Stereophotos über die Nasenspitze schielen, so daß
insgesamt 4 Bilder sichtbar sind (je ein Doppelbild für das rechte und
das linke Auge). Dann die Doppelbilder so zur Überlappung bringen, daß
das rechte Teilbild des linken Doppelbildes mit dem linken Teilbild
des rechten Doppelbildes übereinanderliegt.
Diese Stellung
stabilisieren und langsam fokussieren. Fertig!
Gegenüber einer Kirche ...
... esse ich zum Frühstück Nudeln mit Ei ...
Frühstück in einem typischen chinesischen Mini-Restaurant
... und gehe zur Kirche Sao Lorenco - ein sehr schönes Ensemble! ...
... und dem Palacio do Governo vorbei ...
... zur (ehemaligen) Uferstraße. Über der liegt etwas entfernt das Hotel Bela Vista, ein Prunkbau aus der Kolonialzeit mit tollem Blick auf's Meer.
Die Uferstraße schlängelt sich am Hang entlang und ich kann mich den
einladenden Bänken nicht entziehen.
An der Südspitze sehe ich mir im tunnelartigen Treppeneingang des ehemaligen
Barra Fort, jetzt Hotel, die blau-weißen Kacheln an. Etwas weiter besuche ich
den A-Ma-Tempel. Diese Gottheit soll Macao seinen Namen gegeben haben: Von der
Bezeichnung A-Ma Gau, Bucht von A-Ma, soll Macau hergeleitet sein.
Weiter nach Norden gelange ich zum Hafenamt. Die ursprüngliche Nutzung als
Unterkunft für Truppen aus Indien erklärt den orientalisierenden Stil. Am Inner
Harbour bummle ich vorbei an Hafenanlagen, wo Schiffe entladen werden und ein
geschäftiges Treiben herrscht. Hier liegt auch das schwimmende Casino auf der
Landseite umgeben von vielen leicht heruntergekommenen Hotels.
Abschließen tue ich diesen virtuellen Stadtrundgang mit dem Besuch des alten
protestantischen Friedhofs. Vor Gründung der Kolonie Hong Kong benutzten
Europäer und Amerikaner Macao als Stützpunkt im China-Handel. Die Grabsteine
erzählen die Geschichte der Schiffs- und Kaufleute. Auf einem Grabstein finde
ich einen Ort als Geburtsstadt vermerkt, der nicht weit von Paderborn entfernt
ist! (Leider hat der Verschluß der Minox nicht geöffnet und das Photo ist
nichts geworden. *grrr* Vielleicht werde ich Robert mal bitten, für mich
nachzusehen ...)
Nachmittags fahre ich mit dem Bus zum Taipa Village auf der Insel Taipa und
besuche das auf der Südseite der Insel gelegene Taipa House Museum.
Es zeigt einen typischen Haushalt aus der Kolonialzeit im frühen 20. Jahrhundert. Abendessen tue ich auf der Halbinsel in meinem Lieblingsrestaurant: "A Vencedora"mit portugiesischer Küche!
Später abends fahre ich wieder auf die Insel Taipa zu Robert und O Ling nach Hause und wir sehen uns Dias ihrer China-Reise an. Auf meiner Rückfahrt nachts auf die Halbinsel mache ich noch Halt beim Casino im Lisboa Hotel:
Nächtliche Fahrt auf der Brücke von Taipa nach Macao mit Blick auf das Lisboa Hotel und Casino
Wie auch im schwimmenden Casino will ich die Atmosphäre vergleichen mit der in den Spielerstädten Atlantic City und Las Vegas. Auf dem Heimweg zum Fu Hua setze ich mich noch in eine Kneipe: Dies hat mich sehr erstaunt, denn eine Kneipe wie man sie hier zu Lande kennt, mit Tresen und Zapfanlage, findet man in China eigentlich nicht. So lasse ich mir noch ein paar gezapfte San Miguel schmecken.
Ich checke aus dem Hotel aus bummle noch etwas durch Macao, lasse mich unter anderem vor dem "Leal Senado" nieder und nehme am Abend ein Catfoil nach Hong Kong.
Abfahrt: Durchfahrt unter der Brücke nach Taipa
Abfahrt: Macao und die Brücke nach Taipa
Wieder in Hong Kong widme ich mich mit massa dem Boot. Mittags essen wir zusammen im Club.
Zusammen mit massa machen wir eine Rundreise über die Insel Hong Kong.
Mit der MTR und dem Bus geht es nach Shek-O im Osten, wo wir lecker
thailändisch essen, durch den Ort und am Strand entlang bummeln. Mit dem Bus
und dem Auto - ein Chauffeur nimmt uns im Mercedes mit - geht es auf die
Südseite nach Stanley. Hier bummeln wir über den Markt und lassen uns mit ein
paar Bier auf einer Bank am Strand nieder. Es handelt sich dabei um einen sehr
elegischen Augenblick ... Dann geht es mit dem Bus nach Aberdeen, wo Michael
eine kleine Fähre vermutet, die uns jetzt mit einbrechender Dunkelheit nach
Lamma bringen soll. Wir finden sie auch und für 20 HK$ fahren wir auf einem
Logenplatz auf die Insel. Dort steigen wir leider einen Anleger zu früh aus und
haben einen 30 minütigen Fußmarsch vor uns. Normalerweise kein Problem, doch
wer massa kennt ...;-) Im Ort angekommen nehmen wir in einem Restaurant direkt
am Hafenbecken Platz und lassen uns den Fisch schmecken. Von dort nehmen wir
die Fähre direkt nach Central.
Dieser Tag gehört wiederum dem Boot.
Wie Montag. Ich besorge mir im Ship Shop aber mein Andenken, den RHKYC Kaffee-Becher. Nachts mache ich noch paar Photos: Bank of China, Legco, Jardine Building, Skyline. Doch wegen dem defekten Verschluß der Minox werden sie fast alle nichts:-(
Mein vorletzter Tag in Hong Kong.
Ich besuche eine Art Apotheke: Hier wird ein Tee verkauft, den ich
auch wie andere Passanten probiere. Gleichzeitig kann ich beobachten,
wie ein Arzt eine Frau im hinteren Teil untersucht, ihr dann ein
Rezept mitgibt, welches sie im vorderen Teil am Tresen abgibt. Dort
werden die Zutaten von drei Männern abgewogen und zusammengemischt. Es
handelt sich dabei scheinbar um allerlei Kraut und Gewürze etc.
Mit meinem Tee bin ich jetzt auch fertig, gehe weiter und fahre mit
der Star Ferry hinüber nach Kowloon. An der Hafenpromenade komme ich
am Uhrturm des alten Bahnhofs vorbei. Früher konnte man von der Fähre
hier in einen Zug nach Paris oder London steigen, der über Peking und
die Transsibirische Eisenbahn Europa erreichte. Vorbei am Marine
Police Headquarter von 1884 erreiche ich den Signal Hill Garden und
erklimme den Hügel und besteige den Signal Tower von 1884, von dem man
einen schönen Blick auf den Victoria Harbour hat. Früher wurde
pünktlich um 13 Uhr eine hohle Kupferkugel zu Boden fallen gelassen,
damit die im Hafen ankernden Schiffe ihre Chronometer einstellen
konnten. Dabei wird mir wieder bewußt, daß ich mich in einer
ehemaligen britischen Kolonie befinde, denn in London, genauer in
Greenwich, gibt es eine sehr ähnlich Einrichtung beim Observatorium!
Dann begebe ich mich weiter nach Norden: Durch den Kowloon Park bummle
ich, sehe mir den Chinesischen Garten an, verlasse Tsim Sha Tsui, die
Südspitze Kowloons und sehe auf dem Weg nach Yau Ma Tei in einem
kleinen Photo-Express-Laden in einer Gebraucht-Vitrine ein altes Canon
35 mm 1:2 S.S.C. - welches ich mir später noch für 880 HK$ kaufen
werde - gehe die Temple Street, die Shanghai Street nach Norden,
überquere die Jordan Road und wechsle bald auf die Reclamation Street.
Wie der Name sagt, markiert diese Straße die ehemalige Küstenlinie.
Alles was westlich von ihr liegt, ist dem Meer abgewonnenes Land
(Reclamation still in Progress). Diese schmale Straße beherbergt auch
stellenweise einen Markt und wird belebt durch viele Menschen und
kleinen Geschäfte auf beiden Seiten. Am Ende gerate ich in den
Jade-Markt. Hier gibt es auch schöne Stücke aber vielleicht zu
überhöhten Preisen und ich kann die Echtheit der Stücke nicht
überprüfen. So könnte ich leicht über's Ohr gehauen werden.
Über die Public Square Street hinaus folge ich wieder der Reclamation
Street, drehe bei der Warterloo Road um, komme also nicht nach Mong
Kok, einem der dichtest besiedeltsten Gebiete der Welt, und schlender
die Shanghai Street hinunter.
Dabei komme ich an einer Tempel-Anlage vorbei, welche vier Tempel
beinhaltet. Dabei interessiert mich einer am meisten: Er befindet sich
links vom Tin Hau-Tempel und ist die Domäne von Shing Wong. Der Gott
der Stadtbewohner erstattet Bericht über das Verhalten der Menschen an
die Richter von Himmel und Hölle!
(Zwischendurch fahre ich mit der MTR nach Hause, hole meinen Canon AE1
program body und kaufe das Canon 35 mm 1:2 S.S.C. Objektiv beim Autumn
Professional Photo Service.)
Der Film in der Minox ist gerade voll geworden, so photographiere ich
den letzten Film des Urlaubs und den ersten in der Canon mit dem neuen
Objektiv! So ausgestattet bummle ich die Hafenpromenade entlang und
erreiche das Hong Kong Museum of Art - Mittwochs ist der Eintritt frei
- und sehe mir einige der Ausstellungen an: Kalligraphie, Porzellan
und auch moderne Kunst.
Nach dem Treffen mit massa im Yacht Club - er hat mich zum Abschied
in's 5 Sterne Restaurant des Clubs eingeladen! - fahre ich mit dem
Minibus auf den Peak. Von hier genieße ich den grandiosen Ausblick auf
das nächtliche Hong Kong. Ich kann mich kaum von dem Anblick
losreißen! Mit der Peak Tram fahre ich hinunter und mache mich auf den
Heimweg.
Mein letzter Tag in Hong Kong:-|
Nach dem Rotary Frühstück fahre ich mit der Tram in's Zentrum und
nehme die Fähre nach Lamma, diesmal zum Ort Yung Shue Wan! Diesen Ort
habe ich vom letzten Besuch der Insel 1996 noch in guter Erinnerung.
Ich bummle durch den Ort und frühstücke zum zweiten Mal, diesmal auf
der Terrasse des Harbour Front Restaurants direkt am Hafen! So gestärkt
mache ich mich auf zu einer kleinen Wanderung in den Nordteil der
Insel. Zuerst folge ich der Küste, verlasse den Weg und klettere etwas
über die Felsen. Als es dann nicht mehr weiter geht, erreiche ich auf
Umwegen den Weg und gehe bis Pak Kok San Tsuen. Hier genehmige ich mir
erstmal eine eiskalte Cola und ein Bier, setze mich an den kleinen
Anleger. Von hier soll eine Fähre direkt nach Kennedy Town, ganz im
Westen von Hong Kong Island, gehen.
Ich habe noch etwas Zeit und genieße die Sonne und den Ausblick auf's
Meer und auf Hong Kong Island! Die Fähre kommt und nimmt mich schon
mit, obwohl sie erst noch nach Yung Shue Wan fährt um dann noch mal an
diesem Anleger festzumachen. So genieße ich die verlängerte Fahrt mit
dem nicht sehr großen Fährschiff! Die Sonne brennt vom Himmel und
taucht alles in ein gleißendes Licht. Links liegt Lantau Island mit
den vielen kleinen vorgelagerten Inseln und rechts umschiffen wir den
Westzipfel von Hong Kong Island. Phantastisch! Ein wirklich schöner
Abschied von Hong Kong.
Mit der Tram fahre ich jetzt von Kennedy Town nach Sheung Wan, treffe
massa, gehe mit ihm im nahen Delifrance einen Cappuccino trinken und
er bringt mich noch zum Airport Express Bus: Die Verabschiedung ist
sehr herzlich! Der Bus bringt mich dann durch das nächtliche Hong Kong
zum neuen Airport Chek Lap Kok. Der Flieger, wieder eine Boing 777,
geht pünktlich.
Früh morgens erreichen wir Dubai. Nach vier Stunden geht es nach dem Sonnenaufgang weiter mit dem Airbus A300 nach Frankfurt.
(Hier angekommen fahre ich direkt in die Bankakademie zu Michael. Abends nimmt er mich dann noch zur Picknick Radtour des ADFC Frankfurt auf dem Löhrberg mit. Gegen 23 Uhr fallen mir fast die Augen zu, da ich rund 40 Stunden auf den Beinen bin. Außerdem ist es saukalt!
Samstag Abend geht es dann mit dem Rad nach Salzkotten zur Geburtstagsparty von Rainer Gerdes, die wie immer als Garten-Grill-Party gefeiert wird mit allen Freunden! Bis vier Uhr kickern wir dann noch in der Nordlichthalle auf der TTV-Fete:-)