A.A.S.: Da dies die zweite Reise mit scheinbar dem gleichen Ziel ist - selbst der Titel ist gleich! - kann man sich fragen: "Wieso?"Es gibt zwei gute Gründe dafür:

  1. Michael Janich (massa), einer meiner besten Freunde aus den guten alten Studententagen, lädt mich ein. Er bezahlt mir Flug und wohnen kann ich bei ihm. Dafür helfe ich ihm, sein Boot zu renovieren.
  2. Die erste Reise 1996 fand vor der Rückgabe an China statt. Und den ersten Besuch war alles neu, so anders und fremd. Jetzt habe ich Zeit, mich interessanten Dingen mehr zu widmen, ich muß nicht mehr "alles" sehen.

A.S.: Als Vorbereitung habe ich den DuMont-Reiseführer Hong Kong, Macau und Kanton verschlungen, der mir detailierte Hinweise für diese zweite Reise gab. (Macao heißt auch portugiesisch Macau, auch chinesisch Aomen.) ISBN 3-7701-3274-2
Der HK$ stand während der Reise bei 1 DM = 4.32 HK$.

Hong Kong, Guangdong (Südchina) und Macao 1998

Überblick:

Vorbemerkungen und Anreise

(Nach zwei Wochen Arbeiten bin der Bankakademie in Frankfurt/Main - unterbrochen durch die Radtour im Odenwald - fahre ich am Donnerstag, 16.7. nach Paderborn zurück. Freitag, 17.7. regeneriere ich mich, um das Wochenende das Schützenfest in Salzkotten unbeschwert mitfeiern zu können.
Dies beginnt für mich am Samstag, 18.7. ganz knapp mit dem Antreten bei Okesson und Marschieren zur Vogelstange. Den Abend feiern wir mit allen Freunden bis in den frühen Morgen. Der Sonntag, 19.7. verläuft - mit Rücksicht auf unser Alter;-) etwas ruhiger, aber nur, um den Montag, 20.7. noch ausgiebiger feiern zu können: Das Schützenhochamt steht an genauso wie das Schützenfrühstück und der Hedersprung am Vormittag und der Abend in der Festhalle!
Am Dienstag, 21.7. werde ich von Matthias Heinrichs und Michael Hucht mitgenommen bis Fulda, um mit einigen Problemen den Flughafen Frankfurt/Main zu erreichen.)

Dienstag, 21.7.:

Der Flieger der Emirates geht pünktlich um 22:00. Bei dieser Fluglinie handelt es sich um eine recht gute Fluglinie. Der Service ist gut und die Beköstigung auch:-) Leider ist der Flug sehr billig gewesen (1044 DM inkl. Steuer), was auf dem Hinflug ein Umsteigen in Dubai (zwei Stunden Aufenthalt) und auf dem Rückflug eine Zwischenlandung in Bangkok (eine Stunde Aufenthalt) und ein Umsteigen in Dubai (Aufenthalt vier Stunden) zur Folge hat:-( Die A300 bis Dubai ist sehr eng, während die 777 nach Hong Kong gut Platz bietet.

Hong Kong

Mittwoch, 22.7.:

Ich komme gegen 20:00 auf dem neuen Flughafen Chep Lap Kok in Hong Kong an. Dort werde ich von massa abgeholt. Er hat schon Tickets besorgt und es geht mit dem neuen Airport Express nach Hong Kong Island. Der Airport ist so neu, daß er noch nicht mal fertig ist. Außerdem wirkt er steril und billig, viel zu groß und den nächsten Tag schon fiel der Airport Express aus, so daß einige Leute ihren Flieger verpaßten ...:-|
(BTW: Der alte Flughafen lag direkt in der City, in Kowloon, und nicht 30 km außerhalb! Man konnte sein Ziel in Hong Kong dann "fast zu Fuß"erreichen.)
Mit massa geht es zu ihm nach Hause. Und zur Orientierung, er wohnt im Hochhaus direkt hinter dem bekannten Man Mo-Tempel an der Hollywood Road, in der Nähe des Hillside Elevator Link! Auf ein Bier gehen wir noch zu einem dai pai dong (Straßenrestaurant) in der Straße.

Donnerstag, 23.7.:

Leider können wir heute nicht ausschlafen: Donnerstags ist Rotary Frühstück! Und das beginnt 7:45 (am!) mit dem morning chat. Dann Eröffnung, Regularien, guest speaker (immer wieder interessant!) und dem eigentlichen Frühstück, einem full english breakfast! Ende ist meist gegen 9:00. Wir gehen nach Hause. Das schöne ist, daß sich bei ihm in der Wohnung nichts verändert hat. Alles in der Wohnung hat irgendwo seinen Platz. Es ist recht gemütlich. Wir vertrödeln den Vormittag und gehen nachmittags auf einen Sprung in den Yachtclub.
Hier nehmen wir am ausladenden Mittagsbuffet im Bistro teil (All you can eat for only 68 HK$!). Wir sitzen draußen auf der Veranda unter Palmen, vor uns plätschert das Wasser an die Kaimauer. Der Yachtclub befindet sich seit jeher auf der ehemaligen Insel Kellett Island, die mittlerweilen mit dem Festland verbunden ist. Es ist sehr lecker, die Bedienung sehr gut und wir genießen den Blick: Linker Hand erstreckt sich die Skyline von Hong Kong Island während man rechter Hand den Blick über den Victoria Harbour nach Kowloon schweifen lassen kann! Perfekt!
(Von diesem Blick konnte ich nicht genug bekommen und ich habe so oft wie möglich im Yachtclub gegessen: Mittags, zum Kaffee und abends.)
Dann begeben wir uns auf die Yacht: Sie liegt nicht am Kai, sondern ist an vier Bojen vertäut. Das impliziert die Überfahrt mit dem Club-eigenen Sampan-Service. Die Yacht ist ein ordentliches Boot und mit 48 Fuß = 16 Meter ist sie auch nicht klein. Aber leider ist sie in einem erbärmlichen Zustand ...! Aber deshalb bin ich ja hier:-) Wir besprechen die Vorgehensweise für die nächsten Tage und inspizieren die Yacht, während massa mich mit den wichtigsten Details vertraut macht. Abends lassen wir es uns nicht nehmen, im Bistro zu speisen:-) Und der nächtliche Blick wie oben schon beschrieben ist noch eindrucksvoller als der am Tag!

Freitag, 24.7.:

Morgens schlafen wir aus bis jemand aufwacht, der dann auch Kaffee aufsetzt. Morgens ist auch der beste Zeitpunkt, mich auf dem heimischen Rechner per telnet einzuloggen: In USA wird es gerade Nacht und in Europa ist noch Nacht! So lese und schreibe ich eMails und bleibe über die wichtigsten Sachen informiert. Mittags geht es für mich auf's Boot: In den nächsten Tagen liegen Dinge an wie Ölen der Teakholzteile außen, Streichen des Decks mit anti skid-Farbe, Lackieren des Tisches außen, Reparieren der Deckbeleuchtung, allgemeines Herstellen von Ordnung unter Deck, etc. etc. Fehlendes Material und Arbeitsmittel bekomme ich im ship shop.
Direkt zu Beginn des Urlaubs sehe ich mich im Gebrauchthändlerviertel für Photoartikel nach einem 35 mm Canon-Objektiv um. Ich bin mit dem Canon AE1 program-Gehäuse und der Minox 35 GT angereist und will mir - da auf die Minox kein Verlaß mehr ist - hier ein 35 mm-Objektiv kaufen. Wenn das nicht klappen sollte, dann photographiere ich ersatzweise solange mit der Minox. Aber die Enttäuschung ist groß: Die Palette an gebrauchten Original-Objektiven ist sehr groß, scheinbar ist alles - inkl. Originalverpackung - vorhanden, doch die Preise liegen um 50 % höher als in Deutschland! Für ein 35 mm 1:2 muß ich 1500 HK$ bezahlen, für ein 35 mm 1:2.8 rund 1000. Das ist mir zu teuer. Um der Geschichte vorwegzugreifen: Am vorletzten Tag finde ich ein 35 mm 1:2 S.S.C. zufällig für 205 DM! Und als ich meine Minox im Gebrauchthändlerviertel verkaufen will, will man gerade mal 50 % vom deutschen Preis bezahlen, als um 100 DM:-(
Die Minox ist einer meiner liebsten Reisebegleiter. Allerdings geht der Verschluß in rund 20 % der Fälle nicht auf, und zwar unregelmäßig. Darauf ist also kein Verlaß mehr:-(
Heute Abend kommt massa noch im Club vorbei und wir essen wieder schön im Bistro!

Samstag, 25.7.:

Heute wollen wir zusammen den Motor zum Laufen bekommen. Ich organisiere eine Ersatzbatterie, doch am Nachmittag stellen wir die Arbeit ein, da wir zusammen zu massa's Freundin nach Shenzen fahren.
Mit der MTR und der KCR (Bahn) geht es zum Grenzort Lo Wu in den New Territories. Zu Fuß geht es durch die Grenzkontrolle und auf der anderen Seite werden wir von O Mui und einige Freundinnen abgeholt. Mit dem Taxi geht es in Richtung von O Mui's Wohngegend. Dort schlendern wir noch über den nächtlichen Markt. Wie in südlichen Ländern Europas herrscht in der Mittagshitze eher Ruhe und das Leben verschiebt sich in die Nacht. Hier macht sich massa's Chinesisch vorteilhaft bemerkbar: Mit mir versucht man Englisch zu sprechen und mich übers Ohr zu hauen. Doch massa interveniert ..., zur Verwunderung der Händler auf Chinesisch;-) O Mui kauft noch drei glückbringende Blumen und wir steuern ein Restaurant an. Hier geht es zu wie als wenn es morgen nichts mehr zu essen geben würde: Alle Tische sind randvoll in den zwei ausladenden Stockwerken. Alles wuselt durcheinander. Wir bekommen einen Tisch. Wir essen Fisch, Garnelen, Hühnchen und Reis, dazu gibt es Tee und - einheimisches - Bier. Dann bummeln wir durch die Straßen zur Wohnung von O Mui. Auch hier sind die Straßen noch sehr belebt. Abends spielen die Mitbewohner mit Freunden noch Ma Jong bis spät in die Nacht ..., es ist Wochenende.
(BTW: Ma Jong ist so eine Art Mischung aus Romme und Domino, mit leicht erweiterten Regeln und Riten.)

Sonntag, 26.7.:

Morgens brechen wir früh auf: Wir wollen mit dem Bus zur Küstenstadt Shekou (Großraum Shenzen) und dort Larry (Rotary-Freund von massa) besuchen.
Wir bummeln noch etwas über den Markt in Shenzen zum Bus. Der bringt uns - klimatisiert! - in einer Stunde nach Shekou. Larry zieht gerade nach Kanton um, hat aber noch Probleme an seinem Rechner, die massa und ich versuchen zu lösen. Dann gehen wir zum Italiener gegenüber, essen Pizza und trinken ein Bier. Danach bummeln wir an der Küstenpromenade entlang. Hier haben findige Geschäftsleute alte Militärfeldstecher aufgebaut und verlangen für den Blick hinüber in die - freie Welt der - New Territories fünf Yuan! Dann begeben wir uns zur Fähre, die uns nach Hong Kong zurückbringen soll, und verabschieden O Mui.
Den Abend widmen wir noch dem Motor im Boot: Zusammen stellen wir fest, daß der Anlasser zwar dreht, aber nicht mitnimmt. Also bauen wir den Anlasser aus. Eine schweißtreibende Arbeit im Motorraum in unmöglicher Haltung bei 35 Grad Celsius! Den Anlasser nehmen wir uns dann aber an Deck vor: Entweder ist das Relais des Magneten defekt (was aber eigentlich nicht sein kann, wenn der Anlasser dreht) oder das Zahnrad wird nicht mitgenommen, was auf eine defekte Gabel hinweisen würde. Wir nehmen den Anlasser auseinander. Zwischendurch holen wir mit dem letzten kostenlosen Sampan noch Bier und Eis für die Kühlung aus der Bar des Yachtclubs. Der Anlasser ist recht rostig und nachdem wir das Arbeitsprinzip verstanden haben, reinigen wir ihn, setzen ihn instand, testen ihn, setzen ihn wieder zusammen und bauen ihn im Motor wieder ein.
Das schönste ist aber, dies alles zu tun während die Skyline von Hong Kong Island langsam ihre Lichter anschaltet und es immer dunkler wird. Dazu schaukelt die Yacht leicht im Hafenbecken, das Bier schmeckt doppelt gut und wir erzählen von der alten Zeit in Paderborn und ich erzähle, was die alten Freunde so treiben. Dabei fallen uns beiden viele schöne Geschichten ein, wir lachen herzlich! Dies war sicher einer der erfolgreichsten Tage auf dem Boot und einer der schönsten des gesamten Urlaubs an sich! gegen 1 Uhr verlassen wir dann das Boot und fahren nach Hause.

Montag, 27.7.:

Heute mache ich mein Visum klar für meine kleine China-Reise. Wieder essen wir im Club zu Mittag, wollen dann noch etwas mit Russel seiner Air Con erledigen, was aber in die Hose geht:-| Auf dem Boot arbeite ich bis abends um 8 (dann geht der letzte kostenlos Sampan und bei massa gibt's noch Karaoke, live:-)

Dienstag, 28.7.:

Heute habe ich eine kleine Wanderung durch Hong Kong Island geplant. Arbeit auf dem Boot ist out. Ich gehe von massa (Western District) bis Causeway Bay und folge den winzigen Spuren der alten Küstenlinie, die noch sichtbar sind. Zuerst sehe ich mir den Hollywood Road-Park an und gehe zur Possession Road: Hier ging Captain Charles Elliot an Land und nahm Hong Kong Island 1841 in Besitz, daran erinnert auch der Name dieser Straße. Ich gehe weiter zur Stanley Street Nr. 26, in der sich das Luk Yu Teahouse mit originaler Einrichtung aus den 20er Jahren befindet. Hier gehe ich nicht nur vorbei, sondern mache eine Pause bei einer schönen Kanne Tee. Die Inneneinrichtung ist wirklich schlicht, aber ungemein reizvoll!
Dann komme ich zur Ice House Street, wo früher wirklich Eishäuser gestanden haben, nahe der Küstenlinie. Heute stehen hier Hochhäuser ... Dann gibt es noch eine kleine Kuriosität: Die einzigen Gaslaternen von Hong Kong befinden sich hier in einer Parallelstraße ..., und sind immer noch in Betrieb! Gerade werden sie von einem Handwerker überprüft. Jetzt erklimme ich eine leichte Steigung, die mich zur French Mission führt. Von dort oben, ehemals hoch über der alten Küstenstraße gelegen, läßt sich der alte Küstenverlauf gut vorstellen, denn der Hang ist dicht bewachsen und Treppen führen steil zum Ufer hinunter ... Die Frech Mission selbst ist pittoresk vor der Hong Kong Bank gelegen, einem der wichtigsten architektonischen Wahrzeichen Hong Kong's. Es besteht aus vorgefertigten Stahlbauteilen und soll zerlegbar und an anderem Ort wieder aufbaubar sein ..., vielleicht im Hinblick auf die Übernahme Hong Kong's von China 1997.
Dann bummle ich weiter in Richtung Osten immer entlang der alten Küstenlinie, die nahezu vom Verlauf der Tram markiert wird. In Wan Chai nahe der Queen's Road, welche 1842 als Küstenstraße am Rand der Bergkette gebaut wurde, weiche ich davon ab und stürze mich in ein dichtes und enges Gassengewirr: Einer der ältesten Teile der Stadt umfängt mich. Hier lasse ich mich in einem der typischen Restaurants nieder und kann - Dank massa's Crash-Kurs! - auf Chinesisch bestellen. Die Wan Tan schmeckt so doppelt gut! Ich folge dann der alten Küstenlinie - immer umgeben von zahlreichen Hochhäusern, so daß man das Wasser nur ahnen kann - passiere das alte Wan Chai Post Office von 1915 und komme zu einem alten Tin Hau-Tempel, dessen Lage gut erkennen läßt, daß er früher einmal direkt am Meer gelegen haben muß.
Zum Yachthafen (Taifun Shelter) in Causeway Bay ist es durch den Victoria Park nicht mehr weit. Auf dem Boot kann ich nichts mehr ausrichten, so fahre ich mit der Tram zurück nach Central, zur Lan Quai Fong, einem Kneipen- und Amüsementviertel, wo ich mich mit massa bei Schnurrbart verabredet habe. Dies ist ein deutsches Restaurant mit leckeren Gerichten - Roulade mit Rotkohl und Knödeln - und prima Bier vom Faß: Warsteiner, König Pilsener und Jever. Leider hat die durchweg nicht-deutsche Bedienung (Briten) den Drang, ein Pils in sieben Minuten zu zapfen:-( Und so zieht es sich von einem Bier zum anderen. Für uns ist der Tag dann auch zu Ende.

Mittwoch, 29.7.:

Da es für mich bald nach China geht und ich ohne Hut nicht losradeln möchte, will ich mir vorab schon einen geeigneten Hut zulegen. Dazu soll es auf der Insel Cheng Chau die besten Möglichkeiten geben.
(BTW: 1996 habe ich mir zweimal auf der Stirn einen Sonnenbrand geholt wegen fehlender Kopfbedeckung. Das sollte mir kein zweites Mal passieren! Und auf Hong Kong Island habe ich vergebens nach einem passenden Strohhut Ausschau gehalten ...)
Mit der Fähre geht es in einer Stunde nach Cheng Chau. Diese Insel ist eigentlich autofrei und verstrahlt einen alten elegischen Charme, besonders an der Küstenpromenade Praya Street. Die bummle ich entlang, entdecke zwischendurch noch einen geeigneten Strohhut (einen, der an der Auflagefläche am Kopf ein flexibles Frotteeband besitzt, welches den Hut sicher am Kopf hält und sehr sympathisch zum Tragen ist) und gelange so zum Pak Tai-Tempel: Dieses ist eine schöne kleine Anlage mit vielen interessanten Details! Dann bummle ich durch die Hauptgasse an den verschiedensten Geschäften vorbei zum Tung Wan-Strand, wo reger Badebetrieb herrscht. Von hier geht es zum Warwick Hotel, unterhalb dessen rund 2500 Jahre alte Felszeichnungen zu sehen sind. Sie sind zwar sehr undeutlich, doch deuten sie auf eine frühe Besiedlung von seefahrendem Volk hin.
Am Strand gehe ich weiter zur Kwan Yum-Bucht: Diese ist recht klein und so schön gelegen, daß ich eine Pause einlege. Bier gibt es an dem kleinen Strandkiosk:-) Es ist wirklich sehr ruhig und das Wasser plätschert gegen den Sandstrand, die Sonne scheint am wolkenlosen Himmel ...
Dann unternehme ich eine kleine Wanderung entlang der Küste auf verschlungenen Pfaden, die mich durch eine reiche Vegetation führen. Unendlich viele Schmetterlinge sehe ich, zum Teil sehr groß, Geräusche scheinbar von Vögeln, ein Piepen usw., Palmen und auch Bananenstauden wachsen hier. Und dann ab und zu der Ausblick auf die felsige Küste, an der ein Fischkutter entlangtuckert ... Herrlich!
Dann komme ich noch einmal an einer Bucht (Nam Tan Wan) an's Meer heran. Hier steht auch in völliger Abgeschiedenheit ein kleiner Tin Hau-Tempel, wo ich ein bißchen die Zeit damit vertreibe, etwas zu trinken und auf's Meer zu blinzeln. Auch die alten Männer vor dem Tempel können sich dem Schlaf nicht erwehren oder sie dösen im Schatten ... Ich breche auf und wandere durch einen Friedhof - schön am Berghang gelegen, zum Hauptort zurück. Dort verbringe ich noch einige Zeit an der Hafenpromenade im Schatten eines Baumes mit einem Bier. Dies ist scheinbar das beste Getränk: Es stillt den Durst, gibt dem Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe zurück und schmeckt echt gut:-) Die Fähre bringt mich nach Hong Kong Island zurück.

Donnerstag, 30.7.:

Heute ist wieder Rotary-Tag. Daß heißt, der Tag beginnt mit dem herrlichen full english breakfast im Foreign Correspondence Club! Auf dem Weg zum Boot hole ich mein Visum beim CTS ab. Der Tag gehört ansonsten dem Boot, bis auf den Abend, wo ich mit massa auf der Terrasse des Bistro zu Abend esse:-)

Anreise nach Guangzhou (China)

Freitag, 31.7.:

Heute wird es ernst: Es geht um 8:35 mit dem Zug nach Guangzhou, China! Über die Eltern von Larry's Frau bekomme ich eine Unterkunft im Foreign Expert Building der Jinan University. Mit 180 Yuan nicht ganz billig, zwar sauber, aber das war es schon, und rund 15 km weg vom Zentrum!
Vom Ostbahnhof fahre ich nach den Grenzformalitäten mit dem Taxi durch dichtestes Mittagsverkehrschaos zur UNI. Nach einigem Fragen finde ich das Gebäude und bekomme mein Zimmer. Aber ich mache mich sofort wieder auf den Weg: Mit dem Bus - Dank eines freundlichen Mädchens - 177 und Umsteigen am Ostbahnhof nach 272 geht es in einer Stunde zum Hauptbahnhof.
Ich habe mir eine kleines Besuchsprogramm zusammengestellt, welches für mich interessante Sachen des letzten Besuchs näher beleuchten sollte.
So gehe ich nach Geldwechseln, Happen essen im Straßenrestaurant nähe Hauptbahnhof und Postkarten- sowie Briefmarkenkauf zum Yuexiu Park. Hier genieße ich die Ruhe und bummle zum Zhenhai-Turm, der zur alten Stadtbefestigungsanlage gehört. Jetzt ist es restauriert und beherbergt das schöne Guangzhou Museum auf vier Etagen, welches die Stadtentwicklung in allen Epochen darstellt und mit vielen authentischen Originalstücken dokumentiert! Es hat mir ausnehmend gut gefallen und bietet vom obersten Stockwerk einen schönen Blick über die nicht ganz so schöne Stadt. Weiter bummle ich durch einen Markt zum Guang Xiao-Tempel, der aber leider schon geschlossen ist:-( Durch die "Altstadt"geht es für mich jetzt in der einbrechenden Dunkelheit zum Pearl River.
Hier genehmige ich mir noch das eine und andere Bier in einem Straßenimbiß direkt am Fluß und werde von einigen Jungen noch in ein Gespräch verwickelt: Oft ist es das erste Mal, daß sie ihr in der Schule gelerntes Englisch wirklich ausprobieren können. Und wir haben uns dann über alles und den ganzen Rest unterhalten! Das war sehr spannend, zumal man auf direkte Fragen auch ungeschminkte Antworten bekam. Mit dem Bus fahre ich zurück zum Hauptbahnhof aber nicht, ohne vorher in einer der vielen kleinen Bäckereien einige der äußerst leckeren muffinartigen Teilchen mitzunehmen. Die waren wirklich ausnehmend gut und ich habe sie sehr oft als süße Abwechslung zu Nudeln oder Reis genossen!
Zu dieser Nachstunde ist das Busangebot - gerade in die entfernten Außenbezirke - ausgedünnt und ich werde von einigen Motorrad-Taxis angesprochen, wo es denn hingehen soll. Als ich einem die Visitenkarte der Universität zeige, einigt man sich schnell auf sam Yuan. Recht günstig denke ich noch, wo der Bus nur i Yuan kostet. Naja, mache ich mir darüber keinen Kopf, denn es geht die 15 Kilometer in rasender Fahrt durch das nächtliche Guangzhou: Mal links überholen, mal rechts, dann hupen, usw. Zum Glück funktionierte das Licht und der Blinker!
Als wir dann an der Universität ankommen, will ich dem Fahrer 7 Yuan geben, doch der will mehr! Er hat nicht sam, sondern sam sap gemeint, als er die drei Finger ausgestreckt hat! Scheinbar hat er den kleinen Finger noch zu einer 0 gerollt:-| Ok, wenn er handeln will, dann handel ich auch: Wir nähern uns, indem ich immer ein paar Yuan drauflege, aber nur weil ich "Preis mache wie für eigene Bruder!" Bei 20 mache ich halt, weil der Fahrer mir kein Stück entgegenkommt: Ich sage "Student"und "Hm zin", "Hm sap"etc., bis er aufgibt und mit den 20 Yuan abrauscht. Naja, ein direkt schlechtes Gewissen hatte ich nicht. Die Klimaanlage kühlt das Zimmer und ich schlafe gut.

Samstag, 1.8.:

Mit dem Bus geht es wie am Vortag in die Stadt und nach einem Kaffee steuer ich das "Museum of the western Han Tomb of the Nanyue King" an. Dieses Grab wurde zufällig bei Bauarbeiten gefunden, dann aber sorgsam untersucht und jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Grabanlage besteht aus mehreren unterirdischen Kammern, in die man hineingehen kann. Sehr gut wird dokumentiert, wie die einzelnen Kammern früher genutzt wurden und was man in ihnen gefunden hat. Die Fundsachen sind in dem eigens errichteten Museum untergebracht. Dabei besticht schon dieser Museumsbau durch interessante Architektur. Sehr schön sind die Funde präsentiert und reichlich kommentiert. Das hat mich begeistert!
Jetzt will ich mir noch den buddhistischen Liu Rong-Tempel ansehen. Er beherbergt unter anderem eine 57 Meter hohe, neunstöckige Pagode von 1097. Zum Tempel geht es durch eine kleine Gasse, die von allerlei Händlern bevölkert wird: Es werden vor allem Zubehör für den Tempel oder Altar zu Hause und Jade-Artikel angeboten. Der Tempel kostet paar Rupien Eintritt, die aber lohnen. Leider erinnert mich die Pagode an den schiefen Turm von Pisa und mir ist etwas mulmig beim Aufstieg, der dann etwas schweißtreibend ist. Der Ausblick lohnt aber die Mühe.
Nach dem Besuch bummle ich wieder durch die Altstadt, die Haizhu Zhonglu hinunter zum Pearl-River. Hier sehe ich mir ein interessantes Gebäude an, welches im Zhenhai-Turm erwähnt wurde: Es handelt sich um die Aiqun Mansion von 1937, welches als Handelshaus direkt am Pearl-River errichtet wurde. Der Tag geht zu Ende und ich muß mir noch ein Fahrrad kaufen:
Ich hatte mir schon einen Laden ausgesucht: Das Rad kostet mich mit Schloß und verlängerter Sattelstütze 370 Yuan. Mit dem fahre ich dann etwas auf der Insel Shamian herum und setze mich noch mit einer Flasche Bier an's Pearl-River Ufer. Dann geht es mit dem Rad ohne große Probleme zur UNI zurück. Leider macht sich auf dieser - etwa 15 km langen - Strecke schon die mangelhafte Qualität bemerkbar: Auf dem Gelände der UNI verliere ich die linke Tretkurbel:-( Und den nächsten Morgen bemerke ich, daß sich die Sattelstütze schon reichlich nach hinten durchgebogen hat ...

Radtour: Quangzhou nach Zhaoqing

Sonntag, 2.8.:

Morgens fahre ich los quer durch die Innenstadt Richtung Westen. Als Ziel peile ich das rund 120 km entfernte Zhaoqing an, welches am West River liegt.
Kurz nach der Brücke über den Pearl-River platzt mir der Vorderreifen. So kann ich den Service der überall an den Straßen wartenden Reifenflickstationen in Anspruch nehmen. Das geht folgendermaßen: Der Typ baut das Vorderrad aus. Insgesamt hat er nur einen sehr beschränkten Umfang an Werkzeug zur Verfügung und alles geschieht in Windeseile! Dann hebelt er den Reifen von der Felge und wir sehen sofort, daß der Schlauch auf 30 cm aufgeplatzt ist. Er durchschneidet den Schlauch, bedeutet mir zu warten, schwingt sich auf sein Fahrrad und fährt weg. Derweil nehme ich seinen Platz unter dem Sonnenschirm ein, indem ich mich auf seine kleine Holzkiste setze. Passanten sehen mich verwundert an:-) Dann kommt der Typ zurück mit einem neuen Schlauch, den wir dann einbauen. Er setzt das Vorderrad wieder ein und pumpt auf. Das alles dauert keine 15 Minuten und kostet mich 10 Yuan! Eine sehr interessante Erfahrung.
Naja, mit einem mulmigen Gefühl fahre ich weiter. Denn wenn mir das im Gebirge passiert wäre, dann gute Nacht Marie! Die Fahrt geht weiter über Dali nach Sanshui. Kurz vor der Stadt esse ich in einem Straßenrestaurant zu Mittag.
(BTW: Wie eigentlich immer bin ich die einzige "Langnase"und es wird mir ein bißchen zuviel der Aufmerksamkeit zuteil als mir lieb ist. Aber wenn man sich nicht darum kümmert und dann noch mit etwas Chinesisch aufwarten kann, normalisiert sich alles.)
Zum Essen suche ich mir einen Fisch aus und es gibt noch Reis und Gemüse, dazu Bier! Alles sehr lecker. Übrigens, das Wetter spielt gut mit: Kein Regen trotz Taifunsaison (Monat mit höchster Niederschlagsmenge!), dafür Sonne und Temperaturen von 37 Grad im Schatten! Die Straße ich mäßig bis normal befahren und man kann sie mit der B1 vergleichen, also gut ausgebaut. Die Infrastruktur ist sehr gut, man schleppt also nicht sehr viel Proviant mit sich herum.
Ich fahre weiter über Mafang, wo ich den North River überquere, nach Dasha, wo ich auch pausiere. Jetzt verläuft die Straße parallel zur Bahnlinie, auf der Güterzüge von Dampfloks gezogen werden! Hinter der Bahnlinie erheben sich die Berge (Dinghu Mountains) bis zu 1000 Meter. Eine schöne Kulisse, zumal davor die typischen Reisfelder liegen. Mit Pause in Shuikeng am Ortsausgang, leider haben sie keine Wan Tan:-(so gibt es nur ein Bier, erreiche ich in der anbrechenden Dämmerung die Gegend der "Seven Star Crags"bei Zhaoqing. Diese Attraktion besonders auch für die Chinesen selber ist ein großes Erholungsgebiet mit Seen und Felsen und vielen touristischen Attraktionen. Ich fahre in die Stadt und nehme mir ein Hotelzimmer für 150 Yuan. Vom Zimmer habe ich einen schönen Blick auf die Seen und Berge.
Dann bummle ich an der Seefront entlang: Menschenmassen bevölkern den Platz! Danach komme ich zufällig an der alten Stadtmauer von 1113 vorbei und beschließe, sie mir am Tage noch mal anzusehen. Das treiben auf den Straßen fasziniert mich. Ich esse noch in einem Straßenrestaurant lecker Wan Tan, schlender die Promenade am West-River entlang und gerate auf dem Weg zum Hotel in einen Nacht-Markt: Es gibt alles mögliche zu Kaufen und auch kleine, mobile Essensstände, die so eine Art Spieß mit allerlei drauf anbieten, die über dem offenen Feuer gebraten werden. Hier photographiere ich ein bißchen und beobachte das Treiben, als ich von einem jungen Mann eingeladen werde, mich zu ihnen zu setzen.
Wie sich herausstellt, sind es Kunststudenten, die gerade fertig geworden sind. Wir reden in Englisch über viele Dinge - die Berufsaussichten, ihre Zukunft und die sich bessernde Reisemöglichkeiten - und ich werde noch zu einigen Spießen und zum Bier eingeladen! Sie begleiten mich dann noch zum Hotel. Das war ein toller Ausgang dieses anstrengenden Tages.

Etappe von Zhaoqing nach Jiangmen

Montag, 3.8.:

Heute beginne ich die Tour, die mich strikt nach Südwesten nach Macao führen soll. Mein Tagesziel ist das rund 120 km entfernte Jiangmen.
Ich überquere den West River, folge ihm ein wenig nach Westen. Dann folgt eine ruhige Strecke, die mich nach einer Pause in Huilong in die Berge führt. Vor Huilong verlasse ich die Hauptstraße und fahre durch die Stadt. Ein paar kalte Erfrischungsgetränke erstehe ich und in einer Bäckerei einige äußerst leckere "Muffins"! Am kleinen See der Stadt verspeise ich das alles. Dann geht es durch die schöne und ruhige Berggegend. Und dazu hatte ich noch Glück: Denn ich konnte den Windschatten eines treckerähnlichen Gespanns nutzen, welches mit rund 30 km/h den Berg hinauffuhr. So brauchte ich nur den höchsten Gang einlegen und konnte die Aussicht genießen! Nach einige Kilometern verlasse ich den Windschatten und ich genieße die Ruhe voll und ganz.
Ich folge einem kleinen Fluß, es geht wieder in die Berge hinein, bei Dasha biege ich ab nach Süden, folge wieder einem kleinen Fluß, erklimme zwei, drei kleine "Pässe" und erreiche wieder im Windschatten den Ort Longkou.
Hier schart sich gleich eine ganze Menschentraube um mich, wie ich mein Bier trinke. Aber einer der Männer spricht auch Englisch und so wird es ganz nett. In Verlegenheit bringe ich sie dann alle, als ich unverhofft die Minox zücke und sie allesamt ablichte:-)
Bißchen im Windschatten und dann geht es durch den Moloch Heshan und wieder kleine Pässe mitnehmend nach Jiangmen hinein. Hier sind die Hotels alle etwas teuer. So frage ich bei der zentralen Busstation ein junges Pärchen nach einem billigen Hotel. Mit ihrer Hilfe finde ich ein Zimmer für 38 Yuan. Leider nur mit Fan, ohne Air Con, die ich nach der Hitze auf dem Rad heute gut gebrauchen könnte, mit Toiletten und Dusche über den Hof! Naja, abends gehe ich einmal um den Block, finde keinen gescheiten Orangensaft, esse beim KFC und sehne mich nach meinem Bett!

Zum Zielort Gongbei

Dienstag, 4.8.:

Ich komme besser voran, als ich geplant hatte und so erreiche ich schon einen Tag eher Gongbei, die Grenzstadt vor Macao. Rund 100 km verbleiben aber noch.
Zuerst geht es sehr flach im Tal des West River, den ich dann auch überquere. Danach biege ich unbemerkt nach rechts ab und verlasse den kartographischen gespeicherten Bereich:-) Aber die Straße, eine Allee, ist sehr nett und nicht viel befahren. Beiderseits gesäumt von einer Art Gärtnereibetrieben, die hier im feuchten Flußtal eine prächtige Vegetation hinzaubern! Über Wushan und Henglan erreiche ich Shaxi. Von dort erreiche ich einen neuen Highway: Bei einer Tankstelle muß ich meinen Steuersatz wieder losdrehen. Er läßt sich nicht gescheit kontern und so zieht es sich alle 50 Kilometer fest, bis die Lenkung immer schwerer geht und der Bereich immer weiter eingeschränkt wird:-( Dann drehe ich den Steuersatz so lose, daß er beim Bremsen schlägt und hoffe, daß in 50 Kilometer wieder eine kleine Werkstatt vorbeikommt.
Nach Huangcheng biege ich nach links ab und verlasse die gut ausgebaute Straße, die die vor mir liegenden Berge umfährt. Die Straße jetzt ist holprig und eng und ich frage, ob das er richtige Weg nach Shiguta ist. Er ist es. Ok, ich versorge mich im nächsten Laden mit reichlich Getränken, da ich eine Versorgungslücke in den Bergen fürchte, was sich nachher aber als unbegründet herausstellt. Nach kurzer Fahrt geht die kleine Straße in einen - scheinbar noch nicht ganz fertiggestellten - Highway über! Er führt an einem kleinen Fluß und einem Dorf vorbei. Dann soll es laut Karte links nach Zhongshan zurückgehen, ich aber muß mich rechts halten und nehme in der Kurve die nächste Straße.
Die wird immer enger, der Straßenbelag wechselt von Teer zu Staub und Geröll. Ich lasse mich aber nicht beirren, da es sehr schön ist hier bei dieser steilen Bergauffahrt. (BTW, meine Steuersatz sitzt schon wieder fest:-( Nach einigen Kurven und reichlich Steigung erreiche ich ein bewohntes Haus, vor dem ein Mini-Pickup wartet. Die Menschen sind über den unerwarteten Besucher auf dem Rad verwundert und bedeuten mir, daß es hier nicht weiter geht. Naja, ich solle die Auffahrt wieder hinunterfahren und müsse die nächste Straße rechts nehmen. Ok, war ein schöner Abstecher, der mich gelehrt hat, daß wirklich nur große Straßen Verbindungen auf meiner Reise darstellen. Bei der Gelegenheit frage ich aber noch nach einer Wasserpumpenzange, um den Steuersatz zu lockern. Und dann erfahre ich wieder die Freundlichkeit der Menschen hier: Mir wird angedeutet, daß mich der Pickup-Fahrer mit hinunter nehmen will. So verstauen wir das Rad auf der Ladefläche und es geht die holprige Strecke fast im Schritttempo hinunter. Unten angekommen, macht mir der Fahrer noch eine Skizze, wie ich meinem weiteren Weg nach Gongbei finde! Nach einer freundlichen Verabschiedung nehme ich die nächste Straße nach rechts und es geht ein wenig in die Berge.
Dabei ist es schön ruhig, es gibt wenig Verkehr und die Landschaft ist wild und zerklüftet. Es geht mit einigen Kuppen am Zhongshan Golf Club und an den Hot Springs vorbei. Nach der Ausfahrt aus den Bergen - unterdessen lockere ich den Steuersatz mal wieder - wird es rasch sehr flach, die Orientierung stellt kein Problem dar und die Fahrt geht flott voran. Leider gerate ich jetzt aber in eine heftigen Regenschauer. Zuerst stelle ich mich noch wie fast alle Fahrradfahrer unter die Bäume am Straßenrand, doch merke ich schnell, daß das nicht sehr lange von Nutzen ist. So verstaue ich alle wichtigen Sachen regensicher in Plastiktüten in der Packtasche und fahre im Regen weiter. Eigentlich ist das kein Problem und der Regen hört nach einer viertel Stunde Fahrt wieder auf.
Schon halbtrocken erreiche ich dann die Vorstädte von Gongbei. Ich fahre ins Zentrum und finde schon einige Hotels in der Nähe der Uferpromenade. Beim dritten Hotel - fünf Minuten zu Fuß zur Grenze entfernt - bekomme ich ein Zimmer für 195 Yuan.
Jetzt mache ich mich mit dem Rad auf den Weg, einen Käufer zu finden. Zuerst fahre ich aber noch zur Uferpromenade, gerade in den Grenzstreifen, werde von Grenzsoldaten darauf hingewiesen und reihe mich hinter der Absperrung bei den anderen ein. Ich fahre von der Küste ein wenig weg in die Stadt hinein und sehe nach paar Minuten vor einem (Miets-)Haus drei Leute auf dem Hof. Potentielle Käfer für mein Rad, dachte ich.
Das Rad abgestellt und zum Verkauf angeboten. Jetzt folgt das lange Handeln, das Hinweisen auf alle Features, das Probefahren etc. Ich starte mit 500 Yuan und werde bei meinen Verhandlungen von einem Mädchen unterstützt, was Englisch kann. Das Rad ist irgendwie zu teuer und ich gehe mit dem Preis langsam herunter - Preis wie für eigenen Bruder - und schlage vor, da sie das Rad kaufen wollen, um es nachher weiter zuverkaufen, sich für dieses Vorhaben zusammenzutun. Naja, nach einiger Zeit entscheidet sich dann doch jemand für das Rad - ein echter bargin - und zahlt nur noch 180 Yuan.
Ich bummle noch ein wenig durch die Stadt und genieße den Sonnenuntergang an der Uferpromenade: Habe mir vorher schon ein Guiness gekauft, probiere die Fleischspieße, die hier an Grillständen, die auf Fahrrädern untergebracht sind, verkauft werden und will ein paar Postkarten schreiben. Doch schnell komme ich mit meinen Sitznachbarn ins Gespräch. Abends gehe ich dann noch gediegen in einem Fischrestaurant essen.

Macao

Mittwoch, 5.8.:

Diesen Tag reise ich nach Macao - der alten portugiesischen Kolonie - ein. Diese Stadt wollte ich nach meinem ersten Besuch unbedingt noch einmal besuchen. Die Kacheln im portugiesischen blau-weißen Design, die ich für mein Schrank-Projekt mitbringen wollte, habe ich leider nicht bekommen.
Die Grenzkontrolle ist problemlos. Nach einem Problem nehme ich mir ein Zimmer im Fu Hua-Hotel für rund 65 DM, in dem ich auch 1996 gewesen bin. Ich versuche heute vergeblich, die Kacheln zu finden. Ansonsten laufe ich durch die Stadt. Nachmittags treffe ich in der UNI auf Taipa Robert! Robert kenne ich von der Hyper-G mailinglist:-) Er ist immer der einsame Vertreter der Hyperwave-Gemeinde auf dem Außenposten Macao ... So wollte ich ihn unbedingt mal kennenlernen, wo ich schon in Macao bin.
Er zeigt mir die UNI und wir genießen den Blick auf Hong Kong! Dann holt uns seine Frau O Ling an der UNI ab und wir fahren nach Macao Peninsula zu einem buddhistischen Restaurant: Es ist sehr günstig, das Essen ist erste Klasse und es gibt spezielle Regeln: Um Essensreste zu vermeiden, muß man doppelt bezahlen, wenn man nicht alles aufißt, was man sich nimmt; denn es ist eine Art "all you can eat"mit Suppe, Hauptgericht und Nachtisch! Und das alles für rund 4.50 DM! Wir verabreden uns für den nächsten Tag.

Donnerstag, 6.8.:

Heute mache ich mein Programm für Macao: Ich will mir ein paar Sachen etwas genauer ansehen. So löse ich vorab ein traveling salesman-Problem und sehe mir folgende highlights an:
Den Tempelkomplex Kun Iam Tong: Die Anlage stammt mit ihren symmetrisch angeordneten Haupt- und Nebenhallen in der heutigen Form aus dem Jahr 1627. Die Dächer der Hallen weisen besonders aufwendige Verzierungen mit Porzellanfiguren auf. Die erste Halle ist den drei Buddhas geweiht, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft darstellen, die zweite dem Buddha der Langlebigkeit und die dritte Halle der Göttin der Barmherzigkeit, Kuan Yin. Im Garten hinter (eher neben) dem Tempel befindet sich der Steintisch (der mich besonders interessierte), an dem 1844 das erste Handelsabkommen zwischen China und den Vereinigten Staaten unterzeichnet wurde.
Den Garten Lou Lim Ieoc: Eine Oase der Ruhe!!
Dann habe ich mir den katholischen Friedhof S. Michael angesehen, der eine Mischung von portugiesischen und orientalischen Einflüssen ausweist. Man sieht Räucherstäbchen vor Steinkreuzen und manche Grabinschriften und Namen der Verstorbenen sind teils portugiesisch, teils chinesisch.
Dann erklimme ich das Guia lighthouse von 1865 (133 Jahre hinter!): Von hier habe ich auch eine tollen Überblick über ganz Macao bis hin zum border von China. Von hier wurden auch Warnungen an die Bevölkerung von Macao gegeben betreffend Taifun- oder Monsunvorhersagen.
Dann finde ich mich auf dem Largo do Senado ein, *dem* Platz in Macao: Hier habe ich mehrmals abends gesessen, ein Bier getrunken und verschiedene Postkarten geschrieben. Denn dieser Platz grenzt direkt an den "Leal Senado", mein Lieblingsgebäude in Macao!!

Der Leal Senado

Dieser 1784 begonnene und mehrfach veränderte Bau, dessen aus grauem Stein und weißem Stuck gestaltete Fassade angemessene Würde ausstrahlt, gehört zu den schönsten in Macao!!

Der Treppenhof

Dekoriert ist er im Innenhof und in der Eingangshalle unter anderem mit portugiesischen blau-weißen Kacheln.

Tip!

Zum Betrachten der Stereophotos über die Nasenspitze schielen, so daß insgesamt 4 Bilder sichtbar sind (je ein Doppelbild für das rechte und das linke Auge). Dann die Doppelbilder so zur Überlappung bringen, daß das rechte Teilbild des linken Doppelbildes mit dem linken Teilbild des rechten Doppelbildes übereinanderliegt.
Diese Stellung stabilisieren und langsam fokussieren. Fertig!

Der Treppenaufgang

Gegenüber einer Kirche ...

Eine Kirche ... aber welche?

... esse ich zum Frühstück Nudeln mit Ei ...

Frühstück in einem typischen chinesischen Mini-Restaurant

... und gehe zur Kirche Sao Lorenco - ein sehr schönes Ensemble! ...

Sao Lorenco

... und dem Palacio do Governo vorbei ...

Palacio do Governo

... zur (ehemaligen) Uferstraße. Über der liegt etwas entfernt das Hotel Bela Vista, ein Prunkbau aus der Kolonialzeit mit tollem Blick auf's Meer.

Hotel Bela Vista

Die Uferstraße schlängelt sich am Hang entlang und ich kann mich den einladenden Bänken nicht entziehen.
An der Südspitze sehe ich mir im tunnelartigen Treppeneingang des ehemaligen Barra Fort, jetzt Hotel, die blau-weißen Kacheln an. Etwas weiter besuche ich den A-Ma-Tempel. Diese Gottheit soll Macao seinen Namen gegeben haben: Von der Bezeichnung A-Ma Gau, Bucht von A-Ma, soll Macau hergeleitet sein.
Weiter nach Norden gelange ich zum Hafenamt. Die ursprüngliche Nutzung als Unterkunft für Truppen aus Indien erklärt den orientalisierenden Stil. Am Inner Harbour bummle ich vorbei an Hafenanlagen, wo Schiffe entladen werden und ein geschäftiges Treiben herrscht. Hier liegt auch das schwimmende Casino auf der Landseite umgeben von vielen leicht heruntergekommenen Hotels.
Abschließen tue ich diesen virtuellen Stadtrundgang mit dem Besuch des alten protestantischen Friedhofs. Vor Gründung der Kolonie Hong Kong benutzten Europäer und Amerikaner Macao als Stützpunkt im China-Handel. Die Grabsteine erzählen die Geschichte der Schiffs- und Kaufleute. Auf einem Grabstein finde ich einen Ort als Geburtsstadt vermerkt, der nicht weit von Paderborn entfernt ist! (Leider hat der Verschluß der Minox nicht geöffnet und das Photo ist nichts geworden. *grrr* Vielleicht werde ich Robert mal bitten, für mich nachzusehen ...)
Nachmittags fahre ich mit dem Bus zum Taipa Village auf der Insel Taipa und besuche das auf der Südseite der Insel gelegene Taipa House Museum.

Das Taipa House Museum

Es zeigt einen typischen Haushalt aus der Kolonialzeit im frühen 20. Jahrhundert. Abendessen tue ich auf der Halbinsel in meinem Lieblingsrestaurant: "A Vencedora"mit portugiesischer Küche!

"A Vencedora"

Später abends fahre ich wieder auf die Insel Taipa zu Robert und O Ling nach Hause und wir sehen uns Dias ihrer China-Reise an. Auf meiner Rückfahrt nachts auf die Halbinsel mache ich noch Halt beim Casino im Lisboa Hotel:

Nächtliche Fahrt auf der Brücke von Taipa nach Macao mit Blick auf das Lisboa Hotel und Casino

Wie auch im schwimmenden Casino will ich die Atmosphäre vergleichen mit der in den Spielerstädten Atlantic City und Las Vegas. Auf dem Heimweg zum Fu Hua setze ich mich noch in eine Kneipe: Dies hat mich sehr erstaunt, denn eine Kneipe wie man sie hier zu Lande kennt, mit Tresen und Zapfanlage, findet man in China eigentlich nicht. So lasse ich mir noch ein paar gezapfte San Miguel schmecken.

Freitag, 7.8.:

Ich checke aus dem Hotel aus bummle noch etwas durch Macao, lasse mich unter anderem vor dem "Leal Senado" nieder und nehme am Abend ein Catfoil nach Hong Kong.

Abfahrt: Durchfahrt unter der Brücke nach Taipa

Abfahrt: Macao und die Brücke nach Taipa

Samstag, 8.8.:

Wieder in Hong Kong widme ich mich mit massa dem Boot. Mittags essen wir zusammen im Club.

Sonntag, 9.8.:

Zusammen mit massa machen wir eine Rundreise über die Insel Hong Kong.
Mit der MTR und dem Bus geht es nach Shek-O im Osten, wo wir lecker thailändisch essen, durch den Ort und am Strand entlang bummeln. Mit dem Bus und dem Auto - ein Chauffeur nimmt uns im Mercedes mit - geht es auf die Südseite nach Stanley. Hier bummeln wir über den Markt und lassen uns mit ein paar Bier auf einer Bank am Strand nieder. Es handelt sich dabei um einen sehr elegischen Augenblick ... Dann geht es mit dem Bus nach Aberdeen, wo Michael eine kleine Fähre vermutet, die uns jetzt mit einbrechender Dunkelheit nach Lamma bringen soll. Wir finden sie auch und für 20 HK$ fahren wir auf einem Logenplatz auf die Insel. Dort steigen wir leider einen Anleger zu früh aus und haben einen 30 minütigen Fußmarsch vor uns. Normalerweise kein Problem, doch wer massa kennt ...;-) Im Ort angekommen nehmen wir in einem Restaurant direkt am Hafenbecken Platz und lassen uns den Fisch schmecken. Von dort nehmen wir die Fähre direkt nach Central.

Montag, 10.8.:

Dieser Tag gehört wiederum dem Boot.

Dienstag, 11.8.:

Wie Montag. Ich besorge mir im Ship Shop aber mein Andenken, den RHKYC Kaffee-Becher. Nachts mache ich noch paar Photos: Bank of China, Legco, Jardine Building, Skyline. Doch wegen dem defekten Verschluß der Minox werden sie fast alle nichts:-(

Mittwoch, 12.8.:

Mein vorletzter Tag in Hong Kong.
Ich besuche eine Art Apotheke: Hier wird ein Tee verkauft, den ich auch wie andere Passanten probiere. Gleichzeitig kann ich beobachten, wie ein Arzt eine Frau im hinteren Teil untersucht, ihr dann ein Rezept mitgibt, welches sie im vorderen Teil am Tresen abgibt. Dort werden die Zutaten von drei Männern abgewogen und zusammengemischt. Es handelt sich dabei scheinbar um allerlei Kraut und Gewürze etc.
Mit meinem Tee bin ich jetzt auch fertig, gehe weiter und fahre mit der Star Ferry hinüber nach Kowloon. An der Hafenpromenade komme ich am Uhrturm des alten Bahnhofs vorbei. Früher konnte man von der Fähre hier in einen Zug nach Paris oder London steigen, der über Peking und die Transsibirische Eisenbahn Europa erreichte. Vorbei am Marine Police Headquarter von 1884 erreiche ich den Signal Hill Garden und erklimme den Hügel und besteige den Signal Tower von 1884, von dem man einen schönen Blick auf den Victoria Harbour hat. Früher wurde pünktlich um 13 Uhr eine hohle Kupferkugel zu Boden fallen gelassen, damit die im Hafen ankernden Schiffe ihre Chronometer einstellen konnten. Dabei wird mir wieder bewußt, daß ich mich in einer ehemaligen britischen Kolonie befinde, denn in London, genauer in Greenwich, gibt es eine sehr ähnlich Einrichtung beim Observatorium!
Dann begebe ich mich weiter nach Norden: Durch den Kowloon Park bummle ich, sehe mir den Chinesischen Garten an, verlasse Tsim Sha Tsui, die Südspitze Kowloons und sehe auf dem Weg nach Yau Ma Tei in einem kleinen Photo-Express-Laden in einer Gebraucht-Vitrine ein altes Canon 35 mm 1:2 S.S.C. - welches ich mir später noch für 880 HK$ kaufen werde - gehe die Temple Street, die Shanghai Street nach Norden, überquere die Jordan Road und wechsle bald auf die Reclamation Street.
Wie der Name sagt, markiert diese Straße die ehemalige Küstenlinie. Alles was westlich von ihr liegt, ist dem Meer abgewonnenes Land (Reclamation still in Progress). Diese schmale Straße beherbergt auch stellenweise einen Markt und wird belebt durch viele Menschen und kleinen Geschäfte auf beiden Seiten. Am Ende gerate ich in den Jade-Markt. Hier gibt es auch schöne Stücke aber vielleicht zu überhöhten Preisen und ich kann die Echtheit der Stücke nicht überprüfen. So könnte ich leicht über's Ohr gehauen werden.
Über die Public Square Street hinaus folge ich wieder der Reclamation Street, drehe bei der Warterloo Road um, komme also nicht nach Mong Kok, einem der dichtest besiedeltsten Gebiete der Welt, und schlender die Shanghai Street hinunter.
Dabei komme ich an einer Tempel-Anlage vorbei, welche vier Tempel beinhaltet. Dabei interessiert mich einer am meisten: Er befindet sich links vom Tin Hau-Tempel und ist die Domäne von Shing Wong. Der Gott der Stadtbewohner erstattet Bericht über das Verhalten der Menschen an die Richter von Himmel und Hölle!
(Zwischendurch fahre ich mit der MTR nach Hause, hole meinen Canon AE1 program body und kaufe das Canon 35 mm 1:2 S.S.C. Objektiv beim Autumn Professional Photo Service.)
Der Film in der Minox ist gerade voll geworden, so photographiere ich den letzten Film des Urlaubs und den ersten in der Canon mit dem neuen Objektiv! So ausgestattet bummle ich die Hafenpromenade entlang und erreiche das Hong Kong Museum of Art - Mittwochs ist der Eintritt frei - und sehe mir einige der Ausstellungen an: Kalligraphie, Porzellan und auch moderne Kunst.
Nach dem Treffen mit massa im Yacht Club - er hat mich zum Abschied in's 5 Sterne Restaurant des Clubs eingeladen! - fahre ich mit dem Minibus auf den Peak. Von hier genieße ich den grandiosen Ausblick auf das nächtliche Hong Kong. Ich kann mich kaum von dem Anblick losreißen! Mit der Peak Tram fahre ich hinunter und mache mich auf den Heimweg.

Donnerstag, 13.8.:

Mein letzter Tag in Hong Kong:-|
Nach dem Rotary Frühstück fahre ich mit der Tram in's Zentrum und nehme die Fähre nach Lamma, diesmal zum Ort Yung Shue Wan! Diesen Ort habe ich vom letzten Besuch der Insel 1996 noch in guter Erinnerung. Ich bummle durch den Ort und frühstücke zum zweiten Mal, diesmal auf der Terrasse des Harbour Front Restaurants direkt am Hafen! So gestärkt mache ich mich auf zu einer kleinen Wanderung in den Nordteil der Insel. Zuerst folge ich der Küste, verlasse den Weg und klettere etwas über die Felsen. Als es dann nicht mehr weiter geht, erreiche ich auf Umwegen den Weg und gehe bis Pak Kok San Tsuen. Hier genehmige ich mir erstmal eine eiskalte Cola und ein Bier, setze mich an den kleinen Anleger. Von hier soll eine Fähre direkt nach Kennedy Town, ganz im Westen von Hong Kong Island, gehen.
Ich habe noch etwas Zeit und genieße die Sonne und den Ausblick auf's Meer und auf Hong Kong Island! Die Fähre kommt und nimmt mich schon mit, obwohl sie erst noch nach Yung Shue Wan fährt um dann noch mal an diesem Anleger festzumachen. So genieße ich die verlängerte Fahrt mit dem nicht sehr großen Fährschiff! Die Sonne brennt vom Himmel und taucht alles in ein gleißendes Licht. Links liegt Lantau Island mit den vielen kleinen vorgelagerten Inseln und rechts umschiffen wir den Westzipfel von Hong Kong Island. Phantastisch! Ein wirklich schöner Abschied von Hong Kong.
Mit der Tram fahre ich jetzt von Kennedy Town nach Sheung Wan, treffe massa, gehe mit ihm im nahen Delifrance einen Cappuccino trinken und er bringt mich noch zum Airport Express Bus: Die Verabschiedung ist sehr herzlich! Der Bus bringt mich dann durch das nächtliche Hong Kong zum neuen Airport Chek Lap Kok. Der Flieger, wieder eine Boing 777, geht pünktlich.

Freitag, 14.8.:

Früh morgens erreichen wir Dubai. Nach vier Stunden geht es nach dem Sonnenaufgang weiter mit dem Airbus A300 nach Frankfurt.

Epilogue

(Hier angekommen fahre ich direkt in die Bankakademie zu Michael. Abends nimmt er mich dann noch zur Picknick Radtour des ADFC Frankfurt auf dem Löhrberg mit. Gegen 23 Uhr fallen mir fast die Augen zu, da ich rund 40 Stunden auf den Beinen bin. Außerdem ist es saukalt!

Samstag, 15.8.:

Samstag Abend geht es dann mit dem Rad nach Salzkotten zur Geburtstagsparty von Rainer Gerdes, die wie immer als Garten-Grill-Party gefeiert wird mit allen Freunden! Bis vier Uhr kickern wir dann noch in der Nordlichthalle auf der TTV-Fete:-)

W3C xhtml-Logo
W3C css-Logo
W3C WAI a-Logo
Eigenes werbefrei-Logo