Triathlon: Breitensport 2012

Laufen und Radfahren, ohne auf die Uhr schauen zu müssen

Die Vorgeschichte

Nach dem Langdistanztriathlon (3,8-185-42,2 in 11:21:59,7) und dem Marathon (42,2 in 3:00:02) bin ich etwas ratlos ob der Ziele für die Zukunft: Wieder eine Langdistanz (unter 11 h) oder wieder ein Marathon (deutlich unter 3 h) scheinen mir kein echtes Ziel. Eher will ich fit bleiben und Spaß haben ohne Termine im Nacken!

Also vollziehe ich hier den Wechsel vom Leistungssport zum Breitensport: "Unter Leistungssport versteht man das intensive Ausüben eines Sports mit dem Ziel, im Wettkampf eine hohe Leistung zu erzielen. Der Leistungssport unterscheidet sich vom Breitensport insbesondere durch den wesentlich höheren Zeitaufwand sowie die Fokussierung auf den sportlichen Erfolg." (Zitat Wikipedia) Was aber nicht heißen muß, daß ich einen 10 km-Lauf nicht gewinnen oder an keinem Marathon teilnehmen werde;-)

Es folgen jetzt chronologisch rückwärts (jüngstes Ereignis ganz oben) Berichte von einer Saison ohne Schwimmen als ... wie sagt man neudeutsch? ... Weblog:

12.2.12: Halbmarathon in Mörfelden

Bei uns in Frankfurt ist es eine eisige Nacht: -8°C! Bin gespannt, was mich auf dem Land in Mörfelden erwartet ... Das Eis auf dem Main läßt einiges befürchten: In Mörfelden erzählen Autofahrer von -15 oder -13°C (davon sprach ja auch die Vorhersage, wetteronline.de). Nachmelden und im Vereinsheim mit den anderen (Anja, Natascha, Martin) einstimmen auf den Halbmarathon. Beim Einlaufen durch die ganz leicht verschneiten Auen - von Warmlaufen möchte ich gar nicht reden;-) fühlte es sich aber eher wie über -10°C an. (Gemessen wurden wohl -14°C beim Start um 9:30.)

Dann geht es zum Start und nach dem Startschuß im Getümmel (noch stark vermummt) mit 4:22 aus dem Stadion. (Photos 10, 46, 48 und 65 von Thomas Laut.) Auf freier Bahn und im Windschatten - hier bei km 2 - sind dann 4:08 drin. Auf dem 3. km geht es dann unmerklich bergauf - 4:22 - und wieder hinunter: 4:00. Durch den Wald mit leichter Sonne geht es dahin: 4:03, 4:06, 4:11, 4:11. Mittlerweilen habe ich eine gute Gruppe gefunden, in der auch die später zweite Frau ist (Lea). (Photo: Thomas Wenning, vielen Dank!) 4:09, 4:09. Wir laufen zurück in's Stadion, ich überquere in handgestoppten 44:02 das Ziel. Jetzt die zweite Runde: 4:05, 4:05, 4:10 und wieder hinauf - 4:22 - und hinunter: 3:48! Lea läuft schon (der laufreport.de formuliert: "Lea Bäuscher kann gut lachen mit ihren Bodyguards") ein paar Kilometer ohne ihren Begleiter, so wechseln wir uns in der Führrung ab. 4:05, 4:11, 4:07. Ab km 19 lasse ich die beiden ziehen, denn meine Schritte werden schwer: 4:21, 4:23, 4:38. Die letzten Meter auf der Bahn im Stadion mache ich noch mal eine gute Figur und komme mit 44:12 für die zweite Runde in's Ziel!

Hier gibt es warme Getränke, Bananenhälften und viel Sonne! Aus dem Vereinsheim hole ich mir dann noch zwei Stücke Kuchen, denn wofür macht man es sonst;-) Auf meiner Uhr steht 1:28:19 und die Einlaufliste vom Veranstalter weist mich mit 1:28:14 (4:11 min/km) als 27. gesamt aus (von 309=8,7%): Und wieder 4. AK-Platz (von 47=8,5%)! Angereist bin ich mit dem Wunsch einer Zeit unter 1:30 und einer AK-Top Ten-Platzierung, hat ja beides gut geklappt:-) Erstaunt bin ich über die recht gleichmäßig gelaufene erste und zweite Runde (44:02/44:12)! Hier die offizielle Einlaufliste (Gesamtklassement) und die AK-Wertungen [12.2.12].

9.2.12: Vorbereitung auf den Halbmarathon in Mörfelden

Mit nur einem Training, bei ca. -2°C, will ich beim Halbmarathon in Mörfelden (wetteronline.de) starten. Wieder gibt es 2 km ruhig, dann 2 km schneller, nochmal 2 km ruhig und abschließend 2 km sehr schnell: Für den besten km benötige ich 3:50,45 min/km. Hoffe, die 37 min mit einem Schnitt 4:25 min/km lassen den Halbmarathon nicht zur Tortur werden ...; vielleicht sollte ich einfach mal einen langsameren Takt anschlagen ... *schluck*, 1:26 bedeuten schon eine pace von 4:05, aber 1:30 und 4:15 erscheinen machbar. Mal sehen, ob ich mich wieder mitreißen lasse; nur die Ausdauer, meine Kraft muß länger halten! Aber unter die Top Ten der AK zu kommen wäre schon schön;-)

4.2.12: 10 km-Lauf in Rodgau Jügesheim

Lars holt mich ab, wir fahren nach Rodgau Jügesheim, ... nicht bei Schneetreiben, sondern bei strahlend blauem Himmel, aber frostigen -5°C! Dort ist alles perfekt organisiert; man sieht sofort, die machen das nicht zum ersten Mal: Beheiztes Zelt, Wertsachenabgabe, keine Schlange an der Nummernausgabe, Kaffee- und ausladende Kuchen-/Waffeltheke, selbst ein Glühweinausschank ist vorhanden!

Warmmachen in der Sonne, dann leichtes Eintraben und paar sachte Steigerungen;-) Im Zelt abwarten, dann zum Start mit Lars und vorne einreihen. STARTSCHUSS! Getümmel, Lars enteilt: 3:59, 3:54. Ich habe meinen Pacemaker gefunden! 3:55, 3:59. Im Wald geht es leider ohne viel Sonne ganz leicht auf und ab, aber keineswegs wellig! 3:57, 3:54. Jetzt folgt der Rückweg auf einer langen Geraden ... 3:47, 3:51. Bei km 8 muß ich meinen Pacemaker und die Gruppe ganz langsam ziehen lassen, meine Batterien gehen zur Neige. Also keinen Endspurt, obwohhl mir Lars auch ganz langsam entgegenkommt;-) 3:58. Doch das Stadion und der Zielbogen naht! 3:53, zusammen sind es dann 39:02,88 laut Veranstalter, 39:04,46 laut meiner Uhr.

Während des Laufs habe ich mich super gefühlt; daß der Akku so schnell leer war, war blöd, doch der frühen Saison und dem wenigen Training geschuldet, also nicht verwunderlich:-) Update Insgesamt komme ich bei den Männern auf Platz 46/247 (19%), in meiner AK der Winterlaufserie unter die Top Ten: Platz 8/56 (14%)! Und mit einer pace von 3:54 bei ca. 39 min bin ich zufrieden. Hier das Gesamtergebnis als PDF (100 kB, Frauen/Männer) [5.2.12].

29.1.12: Vorbereitung auf den 10 km-Lauf in Jügesheim

Heute kam ich nach viel Arbeit und vielen Tagen ungünstigen Wetters mal wieder zum Laufen; es steht der Saisonauftakt meiner Breitensportkarriere an! Ich fühle mich unförmig im wahrsten Sinne des Wortes: Ohne Form sowohl sportlich als auch körperlich! Habe meine Uhr mitgenommen, um zu sehen, wie ich nächsten Samstag anlaufen kann. Das 10 km-Training heute habe ich ganz sachte angehen lassen: 2 km in Ruhe, 2 km etwas schneller, 2 km in Ruhe, 2 km schnell, 2 km Auslaufen. Dabei kamen im Schnitt 4:43 min/km heraus, insgesamt gut 47 min. Der beste km belief sich auf 4:02,3 min/km, aber da war ich dann schon am Limit:-) Also werde ich 45 min anpeilen und mit ca. 4:30 min/km anlaufen ..., und vor Ort nachmelden: Denn es ist leichter Schneefall angesagt bei -6°C! Update Gestern beim Laufen habe ich die Kleidung für den Lauf am Samstag bei -6°C ausprobiert: Schuhe und Socken normal, lange Winterradhose über knielanger Laufhose, dreifach Trikot, Schirmmütze und Mütze, dazu leichte Handschuhe; das sollte reichen!

8.1.12: Der Saisonauftakt

Seit meiner trainingslosen Zeit nach dem Marathon letzes Jahr und der Rückkehr vom Wintertraining mit dem Rennrad in Italien Roma-Firenze am 30.12.11 laufe ich wenn es das Wetter hergibt. Meist sind es zwischen 5 und 10°C und die Sonne scheint leicht zwischen den Wolken durch. Die Bewegung macht viel Spaß, gerade während der Arbeit am Schreibtisch, und die meist 10 km spule ich ohne Probleme herunter. Nur heute, als ich schneller unterwegs war, merke ich meine Wadenmuskulatur: Übertreiben sollte ich also nicht! Die Form wird sicher mit sich besserndem Wetter wiederfinden, so daß einem Frühjahrslauf nichts im Wege steht.

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