|
| In den französischen Seealpen |
| Menton (Frankreich) am Mittelmeer |
|
Landkarte Bellinzona - Dormelletto - Turin - Barolo - Limone Piemonte - Menton - Menton - Finale Ligure - Sassello - Vigevano - Mailand in der Übersicht (0,4 MB) und im Detail (4,4 MB).
Wird es denn nicht langweilig? Im Frühjahr und Herbst immerzu mit dem Rennrad in Oberitalien unterwegs zu sein? Doch der durchgehende ECE nach Mailand (bzw. TGV nach Marseille im Winter Richtung Spanien) sind ein starkes Argument für eine unkomplizierte Anreise und das i.d.R. verläßlich gute Wetter dort. Außerdem kann ich die Länder variieren: Ich fahre reichlich 3/4 der Strecke in Italien, aber auch knapp 20 % in Frankreich und gute 2,5 % in der Schweiz; für Abwechslung ist also gesorgt:-)
BTW: In Urlaubsatmosphäre auf dem Rad sitzen zu können gestattet mir, ungezwungen täglich etwas für mein Herz-/Kreislaufsystem zu tun genau wie den Stoffwechsel im fortschreitenden Alter zu trainieren: "Sport ist also ein wichtiger Bestandteil, um gesund zu bleiben, und kurbelt den Stoffwechsel durchaus an. Am effektivsten gilt dabei eine Kombination aus Ausdauersport und Krafttraining." Quelle [5.11.25]. Außerdem gibt es "durch Bewegung einige zentrale Verbesserungen des Stoffwechsels" Quelle [5.11.25]; u.a. erhöht sich die Anzahl der Mitochondrien in den Muskelzellen, es stellt sich eine bessere Durchblutung ein, die Sauerstoffaufnahme erhöht sich: Ich fühle mich anschließend einfach leistungsfähiger! Und auch die Ausführungen im Artikel "Besser Laufen durch Radtraining" Quelle [5.11.25] kann ich sehr gut nachvollziehen! ... auch wenn ich jetzt nicht mehr schwimme:-)
Neben der Bewegung baue ich aber noch auf Ernährung und Sozialkontakte; alles drei wird im Folgenden nicht zu kurz kommen:-)
... exakt wie im Frühjahr:-) Geschmeidige Anreise mit dem ECE 151 Giruno. Das Rad steht verpackt bereit, so "gilt es als Gepäck und nicht als Fahrrad", meiner Meinung nach. Ich nehme den nicht reservierten Platz im Rollstuhlabteil in Beschlag: Und die Information zeigt an: "Frankfurt Hbf - Milano C." Anfangs durch heftige Regenschauer fahre ich nach Süden; aber schon ab Freiburg herrscht durchgehend Sonnenschein (hier am Vierwaldstättersee). Pünktlich in Bellinzona angekommen baue ich mein Rad zusammen, ehe der Zug weiterfährt. Auf dem ausgeschilderten Radweg fahre ich zum Lago Maggiore und daran östlich entlang über Maccagno (Bar-Pause), Luino, Laveno-Mombello, Ispra und Ranco nach Angera; hier erreiche ich die 18 Uhr-Fähre nach Arona mit Blick zurück auf die Festung La Rocca Boromeo [27.10.25]. Von Arona am anderen Ufer fahre ich noch ein paar Kilometer schnell gen Süden auf der Hauptstraße und erreiche in Dormelletto zum Schluß das Sirio Hotel Lago Maggiore [27.10.25]; das Abendessen im angegliederten familiär geführten Restaurant La Rotta ist Pflicht:-) Di., 7.10.25, 87 km, Ø 26,6 km/h, (3:16) 650 Hm, 19~23°C (105 EUR Ü/HP)
|
| Abends in Turin am Po |
Da heute eine längere Etappe ansteht, stehe ich früh zum Frühstück auf: Es gibt hier oben im Norden sogar Rührei! Anschließend werfe ich einen Blick vom Balkon: Leichter Dunst liegt auf dem See, ansonsten wolkenlos! Ein herrlicher Tag steht an ... Ich fahre Richtung Südwesten - nach ein paar Hügeln - in die Po-Ebene ein: In Carpignano Sesia bekomme ich im Postamt (ganz rechts) aber keine Briefmarken; es gibt nur eine Frankiermaschine:-| Na gut. Um die Ortsdurchfahrt nicht ganz umsonst gemacht zu haben, entdecke ich am Ortsausgang einen farblich eigenwillig verfliesten Bau: Die Dame des Hauses räumt die Terrassenmöbel nach draußen; die Bar öffnet gerade! Ich nehme ein 2. kleines Frühstück. Und erfahre: Das Ensembel ist aus den 60ern, ein Sala da Ballo (Ballsaal / Tanzdiele / vlt. auch Disco), vollständig original eingerichtet! Ein echter Hingucker:-) Übrigens, die Dame des Hauses bittet mich, das Rad drinnen abzustellen; wegen der Gefahr eines Diebstahls! Ein Hungerast ereilt mich diesmal nicht, so kehre ich erst in Santhia wieder ein und überfliege die Wettervorhersage di domani e di dopodomani: Alles super! Durch Chivasso erreiche etwas abseitig Volpiano und dort den Laden GIOS Torino [27.10.25]: Ich stehe aber vor verschlossener Tür; drinnen bellt ein Hund; Marco kommt raus, schließt auf und meint, er hätte vergessen nach der Mittagspause zu öffnen. (Gut, es ist Mittwoch-Nachmittag, wo auf dem Land viel geschlossen ist.) Er schraubt gerade an einem neuen Rad, dessen Besitzer auch da ist: Mein Rad nimmt er aber zwischendurch unter die Lupe, kontrolliert die Schaltung hinten: "So weit, so gut", meint er:-) Dennoch verkauft er mir als Ersatzteil ein neues compact-Ausfallende inkl. Schaltauge, welches ich mir im Sommer ja verbogen hatte:-( Nach etwas Fachsimpelei und einem Caffe verabschiede ich mich ..., alla prossima volta! Für die Weiterfahrt nach Turin wähle ich der Einfachheit halber den direkten Weg über die Hauptstraße und komme ich Le Petit Hotel unter: 100 EUR soll das Zimmer kosten ...; doch, da gäbe es noch ein Economy-Zimmer ..., genau zu meiner Preisvorstellung ..., und sogar günstiger als beim Buchungsportal annonciert mit allerlei Rabatten! (zzgl. 5 EUR für's Rad, geschenkt. Leider ist mein Lieblingshotel Alpi Resort [27.10.25] ausgebucht.). Die letzten Sonnenstrahlen erhasche ich beim Stadtrundgang auf der zentralen Piazza Vittorio Veneto (mit den Collina Torinese im Hintergrund; später mehr dazu ...). Anschließend verziehe ich mich direkt an den Po: Eine Art studentisches Cafe bietet tolle Sicht auf den Po und den Monte dei Cappuccini mit Chiesa di Santa Maria al Monte (Club ARCI MAGAZZINO SUL PO). Auf dem abendlichen Rückweg beeindruckt mich die Piazza San Carlo, an den die elegante Galleria San Federico anschließt, welche in den 1930er Jahren im Art-Deco-Stil erbaut wurde. Sie beherbergt auch eines der ältesten Kinos Turins, das LUX. Der Blick in's Wetter zeigt: Barolo (Alba) wird super und in Nizza soll sich das Wetter noch bessern!. Mi., 8.10.25, 131 km, Ø 24,6 km/h, (5:20) 700 Hm, 11~12/14~17, 31°C~22/23 (83 EUR Ü/Fr)
|
| Im Roero unterwegs (Gianoli) |
Frühstück gibt es im Keller des recht großen Petit Hotel. Vor der Abfahrt mache ich dann beim Aufschließen des Rades im Innenhof des Hotels eine unschöne 'Entdeckung': Der Reifen des Hinterrades ist - nun ja - am Ende seiner Lebenszeit angekommen bzw. hat dies eigentlich schon überschritten:-| An vielen Stellen fahre ich auf der Karkasse! Ich breche dennoch bei 12°C und Nebel auf und nehme den Col della Maddalena (697 m) unter die Räder: Das sind 478 Hm Anstieg direkt aus der Stadt heraus auf 7,11 km, also Ø 6,7 %. Früher wäre ich diesen Anstiegen ausgewichen; jetzt nehme ich sie dankbar als Krafttraining mit:-) Das Cafe oben ist offen, ich fahre aber ob der Frühe und der vielen parkenden Autos weiter. Nach der Abfahrt, die ich entsprechend behutsam nehme, kehre ich dann in der Bar della Stazione in Chieri ein. Dort orientiere ich mich für die folgende Route: Pessione (frühe Produktionsstätte von Martini & Rossi [1.11.25]), Poirino (mit Chiesa Madonna dell'Ala) - hier kaufe ich gerne Postkarten, Isolabella (die Bar im Ort ist leider dauerhaft geschlossen). In Monta suche ich vergebns einen Radladen; der Blick in die Landschaft des Roero ist dennoch gigantisch! Der nachfolgende Ort Canale ist noch kleiner: Ich mache stattdessen also eine Bar-Pause mit toast und vino und entscheide mich, in Bra einen Radladen zu suchen. Denn ich freue mich auf eine meiner ersten Anfahrten hier hinauf nach La Morra! Bei der Ausfahrt aus dem Roero auf Bra spreche ich einen Rennradfahrer an und schildere ihm mein Problem: Er kennt sich aus und begleitet mich zu einem gut sortierten Radladen: Atlante Ciclismo Roreto di Cherasco. Obwohl der Laden erst in 40 min aufmacht (Mittagspause), erscheinen kurze Zeit später schon Radsportler und schließen das Tor auf. Ich bereite mein Rad vor, kaufe meinen Lieblingsreifen und ziehe ihn auf. Zum Schluß bekomme ich den passenden Luftdruck. An Cherasco vorbei und durch La Morra erreiche ich meinen Zielort Barolo. Hier beziehe ich - Überraschnung an der Rezeption! - mein Zimmer mit Blick auf das Schloß und drehe noch eine Runde durch die Langhe:
|
| Herbstliches Weinlaub in der Langhe |
Dogliani (Pause im Caffe Riviera mit frisch gepreßtem Orangensaft, Cappuccino, Brioche und einem Glas Dolcetto di Dogliani und Blick auf die Chiesa dei Santi Quirico e Paolo), auf Nebenstrecken erreiche ich Monforte d'Alba für eine Pause in der Enoteca Rocca (beim "Autisten" mit einem Glas Barbaresco Prunotto) [28.10.25], anschließend mit herrlichem Blick zurück nach Barolo. Hier erwische ich nur den Bruder von Maurilio in meinem Lieblingsrestaurant: Heute leider geschlossen:-| So plane ich morgen ein Mittagessen ein! Zurück im Hotel reserviere ich deshalb einen Tisch im Restaurant ... Gnocchi Castelmagno, Coniglio & Zabaglione: Lecker! Do., 9.10.25, 133 km, Ø 20,9 km/h, (6:21) 1.897 Hm, 12~24°C (75 EUR Ü)
|
| Letzte Gäste im Restaurant |
Blick aus dem Fenster am Morgen: Super! Heute möchte ich meine Besuchsreihe fortsetzen.
Seit 2001 komme ich regelmäßig hierher und erinnere mich an tolle Erlebnisse; z.B.: Ich übernachte im Gran Duca bei Pietro und esse abends extrem gut. Spät am Abend, nach getaner Arbeit, setzt er sich zu mir an den Tisch; der Gastraum ist schon fast leer. Er greift die halbvolle Rotweinflasche vom Nachbartisch und schenkt uns beiden einfach den Rest ein;-) Oder einmal im November: Ich war der einzige Übernachtungsgast im Gran Duca. Pietro läßt Luca, den Koch, für mich im Restaurant ein Abendessen zubereiten. Der fragt nach meinen Wünschen. Ich bedeute ihm, er solle kochen, worauf er Lust hat (tu decidere). Luca verzieht sich in die Küche, stellt das Radio an und schon dampft der Kochtopf! Morgens soll mich Renza von ggü. mit einem Frühstück versorgen, da der Gran Duca geschlossen ist (hier bei einem Besuch mit Weinprobe in 2001).
Ohne Frühstück fahre ich auf Castiglione Falletto ..., und lasse mir die Abkürzung mit 20 %-Rampe nicht entgehen (später auch ein Photo:-) Ich bin etwas zu früh bei der La Terrazza Bar, schreibe eine Postkarte. Da kommt jemand aus der Weinhandlung / Enoteca Le Mura di San Rocco ggü. und wir kommen in's Gespräch: "Ja, 10 Uhr, er nimmt es nicht so genau; er erinnere sich an mich, ich komme doch jedes Jahr ..." Schon wird die Bar geöffnet und ich werfe einen Blick in die Langhe (Serralunga im Hintergrund). Da Renza heute nicht mehr in die Bar kommt, gibt mir ihr Sohn Fabrizio den Tipp, sie zu Hause zu besuchen. Ein Selfie zum Abschied, die 20 %-Rampe ('short cut'; im Hintergrund La Morra) geht es jetzt runter (obwohl das Verkehrszeichen anderes sagt) und ich finde mich bei Renza ein: Stolz präsentiert sie mir das falstaff-Magazin, wo sie 2024 auf der Titelseite ist! Nach einem Plausch finde ich mich bei Maurilio in meinem Lieblingsrestaurant in Barolo zum Mittagessen ein:
|
| Stärkung vor der Fahrt in die Alpen |
Als Antipasto nehme ich einen Insalata russa (den ich immer nur aus Spanien kenne als Ensaladilla russa), das Risotto des Tages ist mit funghi porcini, meine Leibspeise! Nach dem Essen trinke ich den Caffe al banco und plausche noch mit Maurilio ..., er wird auch nicht jünger:-| Für das letzte Glas Wein fahre ich nach Monforte d'Alba zum "Autisten": Auch wenn er sich nicht an ihn erinnern kann, soll ich einem Freund von mir einen schönen Gruß ausrichten, egal:-) Ich muß mich sputen, auch wenn das Wetter zum Abend hin kein Problem ist: 14 Uhr will ich los, da noch 80 km mit Schlußanstieg bis Limone Piemonte verbleiben. Jetzt auf der schnellen Strecke fahre ich über Dogliani durch's Flache auf Cuneo und Roccavione: Hier pausiere ich kurz mit Cappuccino und Brioche, ehe es über Robilante in die flache Auffahrt nach Limone Piemonte geht.
|
| Das lange Wintertrikot wärmt am Abend |
Spät erreich ich mein Hotel; ich sehe nach dem Wetter: Heute abend und morgen früh frisch! Anschließend mache ich es mir auf der Piazza in der Altstadt gemütlich. Doch schnell sinkt die Temperatur - auf Höhe 1.010 m - auf 13°C und ich verziehe mich zum Abendessen in die Pizzeria La Crubarsela, die sich schnell füllt: Glück gehabt! Denn, es gibt als Nachtisch meine Leibspeise, die Zabajone con Bicotti di Meliga. Fr., 10.10.25, 96 km, Ø 21,3 km/h, (4:30) 1.435 Hm, 15~25°C (60 EUR Ü/Fr)
Einmal bin ich in Ancona angekommen; das Hotel direkt gegenüber vom Bahnhof schien mir aber zu teuer. So bin ich die ganz Stadt abgelaufen, in der Mittagshitze, mit viel Gepäck ..., um zum Schluß wieder beim ersten Hotel zu landen:-| Das war Mitte Juni 1992 und das Zimmer kostete 75.000 Lire:-) Heute nehmen mir die Buchungsportale die Lauferei ab und eine Bildschirmkopie tut das Übrige: Der Blick tags zuvor auf die Kartendarstellung von Limone Piemonte zeigt mir, wo ich in der ausgehenden Nebensaison - mein Hotel schließt in 2 Tagen! - überhaupt ein offenes Hotel mit Zimmern finden kann, sogar mit Preisvorstellungen (dank dieses Gerichtsurteils) [30.10.25]! Die "Das letzte Zimmer"- oder "Preis nur für mobile Endgeräte"-Panikmache interessiert mich nicht mehr; i.d.R. ist das Zimmer im Hotel günstiger als über das Buchungsportal. Außerdem hat man Verhandlungsspielraum, während beim Klick auf das Buchungsportal der Preis fixiert ist und man i.d.R. auch vor Ort nicht mehr umdisponieren kann.
Die Situation am Colle di Tenda ist ungewiß: Der seit 1882 bestehenden Straßentunnel auf 1.279 m Höhe, den ich 2004 trotz Verbot für Fahrräder durchfahren habe, ist wegen Sicherheitsmängel gesperrt; die Umfahrung über den Paß (1.871 m), die ich mir 2002 angetan habe, ist zwar nur für zweispurige Fahrzeuge gesperrt; doch die ausgewaschenen Serpentinen, die ich im Gedächtnis habe, will ich dem Gios nicht antun. Der in Planung und Bau befindliche neue Straßentunnel mitsamt Zufahrtsbauwerken wurde 2020 bei einem Unwetter mit Starkregen stark in Mitleidenschaft gezogen, der alte wurde so verwüstet, daß er unpassierbar geworden war, was 2020 meine Route über den Haufen geworfen hat. Gleichzeitig war auch eine Fahrt mit dem Zug unmöglich, da auch die Bahnlinie in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Ich entscheide mich jetzt sowohl gegen die Paßfahrt als auch auszuprobieren, ob eine Tunnelfahrt möglich ist, und nehme die Bahn für eine Station (drei andere italienische Rennradfahrer fahren bis Breil-sur-Roya; sie machen mir zwar Angst und sprechen von einer für Fahrradfahrer gesperrten Straße bis Breil wegen des starken Autoverkehrs und vielen Tunnels. Beides stellt sich aber als falsch heraus:-| Der Transport des Rades ist allerdings das Teuerste. Von Limone Piemonte geht es also nach Vievola (978 m). Das Thermometer zeigt bei der Abfahrt durch Tende gerade mal 9°C an! Hier überquert die Bahn das Tal (bei Saorge). Nach der Abfahrt bis zum Abzweig zum Col de Brouis (kurz vor Breil-sur-Roya) zeigt das Thermometer 20°C an: Ich mache mich in kurz/kurz an die Auffahrt (mit Rückblick) und erreiche den Paß (879 m) kurz vor den 3 Italienern. Nach der Abfahrt treffe ich sie in Sospel wieder, wir verpflegen uns in den lokalen Boulangerien. In der weiteren Auffahrt (Rückblick) (wie auch 2006 schon nach dem Rennen Milano-Sanremo) begegnen wir uns immer wieder. Oben machen sich die drei zügig an die Abfahrt: Sie müssen den letzten Zug von Olivetta San Michele zurück erwischen. Ich mache am Col de Turini (1.604 m) eine kleine Pause auf der Terrasse des Hotels Le Ranch, in dem ich 2023 übernachtet habe.
|
| Aufgelassene Kaserne in Peira Cava |
Postkarten bekomme ich zuletzt noch in der SNACK CREPERIE - TURINI, direkt zum Einstieg gelegen in meine Abfahrt über Peira Cava - mit tollem Blick in die französischen Seealpen und später auf die sich windende Straße hinab zum Pas de L'Escous (1.008 m), eher ein Sattel? Ein traumhafte Landschaft hier: Den ganzen Tag gibt es kaum Auto- und Motorradverkehr! Aber Rennradfahrer überholen mich und ich überhole wiederum andere. Gerüche liegen in der warmen Luft; Vogelgezwitscher rechts, Wasserrauschen links. In Luceram stoppe ich nicht: Vor dem Erreichen des Mittelmeers habe ich noch einen weiteren Paß eingebaut. So verliere ich nach Escarene weiter Höhe in einer Schlucht und biege im Ort La Grave de Peille [29.10.25] in den dritten Anstieg des Tages ein: Hinauf über Peille (mit schönen historischen Aufnahmen!) und eine Traverse entlang der Felshänge gewinne ich weiter an Höhe mit schönem Rückblick auf den Ort und in die Berge! Ich genieße diesen Anblick zurück über La Grave de Peille in die Seealpen ... Etwas später erreiche ich den Paß Col de la Madone (925 m) und mache mich in der Abendsonne an die Abfahrt; dabei erhasche ich noch kurz vor Sonnenuntergang einen Blick auf die Küste und das Meer! Rasch über- und unterquere ich die Autobahn und erreiche Menton: Hier widerstehe ich dem ersten Hotel (101,50 EUR ohne Frühstück an einer stark befahrenen Straße) und fahre weiter in's Zentrum: Auf einer Buchungsplattform hatte ich mir das Hotel Vendome Menton (***) direkt an der Küsten-Promenade du Soleil ausgeguckt:-) Zur Feier des Tages genehmige ich mir zu vorgerückter Stunde ein Zielbier mit Blick auf das Meer! Obwohl in Frankreich, zwar nicht ganz richtig, später mehr dazu, stolpere ich in einer Gasse über das Restaurant - Pizzeria - Cafe Il Capriccio ITALIAN FOOD [29.10.25]: 1 Verre blanc / 1 Pates a la norma / 1 Caffe; dies Gericht kenne ich aus Sizilien (Sauce tomate cerise, aubergines, ricotta ai four / Salsa di pomodoro ciliegino melanzane, ricotta al forno). Das 'Hausgericht' Pates il Capriccio will ich mir für nächstes Mal aufsparen (Petits morceaux de joue de porc flambe au masala, champignons, oignons, creme fraiche, persil / Guanciale saltato al marsala, funghi, cipolla, panna, prezzemolo); mit Fleece kann ich sogar noch draußen sitzen. Auf dem Rückweg zum Hotel schaue ich in einer Kneipe in's Wetter: Bis Dienstag muß ich aber das Weite suchen:-) Sa., 11.10.25, 134 km, Ø 19,1 km/h, (7:01) 2.643 Hm, 9/20~25 (30)~16°C (111 EUR Ü/Fr)
|
| Beaulieu-sur-Mer am Mittelmeer |
Nach der Bergetappe gestern gönne ich mir heute einen Ruhetag; aktiv natürlich:-) Nach dem 1a-Frühstück beim Sonnenaufgang mit Meerblick verlasse ich Menton (Rückblick), fahre durch Monaco und mit einer Pause in Villefranche-sur-Mer in der Brasserie Le Surcouf [29.10.25] für einen Pastis, eine kleine Käseplatte und eine Glas Wein; passend nebenan ein Tabac für Postkarten und - ganz wichtig! - französische Briefmarken;-) nach Nizza zur Promenade des Anglais mit breitem Radweg parallel zum Cours Saleya. Ich genieße - an meinem Ruhetag! - das Treiben auf der Promenade und den Blick die Küste entlang. Am Hafen vorbei und in Monaco durch einige Tunnels erreiche ich wieder Menton und kehre nahe meinem Hotel in einer Bar ein. Anschließend schaue ich beim stillgelegten Neubau des Musee Jean Cocteau vorbei und sehe mir in der Bastion am Meer das Musee Jean Cocteau an. Abends ist das Il Capriccio leider geschlossen, so daß ich in die Brasserei Le Brazza ausweiche für ein Formule 20 EUR: Loup Grille, Salade, Legumes + Dessert (Tarte Citron) mit Ver Bl. So., 12.10.25, 67 km, Ø 20,1 km/h, (3:20) 673 Hm, -°C (111 EUR Ü/Fr)
Nochmals starte ich mit dem 1a-Frühstück zum Sonnenaufgang mit Meerblick in den Tag! Leider habe ich jetzt bei Fahrt in Richtung Osten - gerade hier an der Küste - tendentiell Gegenwind; Im Gegegsatz zu bisher eher rückenwindigen Etappen: Aber das stärkt ja gerade Kraft und die mentale Stärke:-) In Menton vorbei an den Escaliers / Treppen hinauf zur Basilika St-Michel-Archange (von 1653) entferne ich mich von Menton (Rückblick): Aber schon bin ich in Italien; denn Menton liegt nur 3 km von der Grenze entfernt! Deswegen mutet der Grenzort Menton auch eher italienisch an. Hier auf der Küstenstraße sind vermehr (Renn-)Radfahrer unterwegs: Auf Ventimiglia oder hier in Bordighera.
|
| Typischer Tabacchi; i.d.R. ein Hort alter Postkarten, hier aber nur leidlich |
Etwas später erreiche ich Sanremo: Hier endete für mich in den Jahren 2005, 2006 und 2007 jeweils das Amateurradrennen Granfondo Milano-Sanremo! Aus historischen Gründen fahre ich beim ehemaligen Hotel Graziella vorbei und mache eine 2. Frühstück-Pause mit Cappuccino und Brioche nebenan. Durch Sanremo führt ein in den letzten Jahren immer weiter verlängerter Bahntrassenradweg: Beginnen tut er im Westen in Ospedaletti (lat=50.12588&lon=8.67367) und endet derzeit nach ca. 35 km hinter Imperia unterhalb des Capo Berta (lat=50.12588&lon=8.67367), wird aber intensiv weitergebaut! Später mehr dazu ... Diesem Radweg folge ich im Wesentlichen: Durch Tunnel, Galleriebauwerke, mit Blick auf die Küste (auf Arma di Taggia), an der Küste (unterhalb der Cipressa), in der dann folgende Galleria San Lorenzo mit dem Ende des Tunnels, auf Imperia (Achtung: Der Bahntrassenradweg führt am alten Bahnhof vorbei und umgeht so die Hafenfront! ... die ich aber mit der in Toulon verwechselt habe:-) und nahe dem Ausbauende (unterhalb des Capo Berta):
|
| Radweg an der Küste auf der alten Bahntrasse |
Diesen muß ich dann erklimmen mit bester Aussicht! Nach der Abfahrt mache ich Pause in einer Bar an der Strandpromenade, in San Bartolomeo al Mare mit typischer Architektur (bei 22°C): Das Etappenziel ist noch variabel, ich habe Unterkünfte sowohl in Finale, Savona als auch Albisola recherchiert, so habe ich Zeit und will das spätsommerliche Wetter hier genießen (das mit dem Regen hatte sich sich ja auch erledigt:-) im Hinblick auf Wettereintrübung in den nächsten Tagen. Nach meiner Weiterfahrt im Anstieg an den Capo Cervo (oder Capo Mimosa?) habe ich einen Blick auf den noch nicht fertigestellten Bahntrassenradweg gen Osten: Ein Ende ist nicht in Sicht:-)
BTW: Ausgedruckt habe ich den Zeitungsartikel der FAZ Einmal rund um Italien - Unsere lange Straße aus Sand (mit schönen s/w-Aufnahmen) [29.10.25] dabei: "2. Mai 2025 - Vor 65 Jahren fuhr Pier Paolo Pasolini einmal rund um Italien. Wir reisen auf seinen Spuren um den Stiefel - und halten an den Küsten des schönsten europäischen Landes Momente fest, wie er sie erlebt haben könnte." Dieser Artikel wandelt auf den Spuren des Buches Die lange Strasse aus Sand, welches Pasolini im Auftrag der Zeitschrift Successo verfaßte: Er fuhr damals die gesamte Küste Italiens ab und startete in Ventimiglia. Mir dient es etwas als Inspiration, auch wenn ich nur einen kleinen Teil der Küste befahre, außerdem unter einem anderen Aspekt. Doch die Sonnenschirme in Alassio am Strand rufen folgende Passage in Erinnerung: "San Remo [...] Und weiter in Richtung Alassio, zu jenem Strand, an dem ich vielleicht Pier Paolo Pasolini begegnet bin. [...] Genua [...] Nachmittags ist die subtile Grenze zwischen Strand und Meer durch die aufgespannten Sonnenschirme, die verschobenen Liegen und die Bikini- und Badehosenträger fast nicht mehr zu sehen. Ein Strandbad sieht immer gleich aus: zwei Sonnenliegen, dazwischen ein Sonnenschirm und, wenn man etwas mehr zahlt, ein in den Sand gerammtes Tischchen. Aufgestellt wie Soldaten, dem Lauf der Sonne folgend. Die ersten beiden Reihen sind für die Sommergäste reserviert, die dort seit Generationen verweilen. Status und Gewohnheit erzeugen Anerkennung. Familientradition verspricht Einkommen auf lange Sicht. Wir Fremdlinge werden für ein paar Stunden in der hintersten Reihe geduldet." Bei weiterer Recherche stoße ich auf den Film Vor mir der Süden von Pepe Danquart [29.10.25]; sicher auch ganz interessant. Aber erstmal ist das Original beim YPSILON Buchladen & Cafe [29.10.25] bestellt ...
Ich folge der Küste weiter, erreiche hier in Ceriale wieder das Meer und etwas später die üblicherweise von MTB'n dominierte Piazza Vittorio Amanuele II in Finale Ligure (links das Hotel Garibaldi [1.11.25] vom Frühjahr):
|
| Abendliche Piazza in Finale Ligure am Meer |
Hier mache ich am frühen Nachmittag Pause und entscheide, auch hier zu übernachten. Das Hotel Colibri hatte ich vorher schon recherchiert: Und der Zimmerpreis ist genau der, der mir als Sonderangebot genannt wurde. Viel los ist scheinbar in der (Neben-?)Saison nicht: Ich bekomme ein geräumiges Zimmer mit Blick auf die alte Festung. Der Blick auf's Wetter von Sassello (meiner nächsten Station) zeigt: Von den 11 h Sonne muß ich mich verabschieden:-| So nutze ich das lauschige Wetter auf der sich füllenden Piazza; anschließend speise ich Bei Gisela (wie auch im Frühjahr). Der abendliche Rundgang nachher hält einige interessante Blicke bereit: Via Roma, Piazza San Giovanni Battista und Duomo di San Giovanni Battista, Anschläge in einem Durchgang, Hotel Colibri im Stil der 60er-Jahre. Mo., 13.10.25, 109 km, Ø - km/h, (4:56) 750 Hm, 20~/23/24/25(~30)°C (50 EUR Ü/Fr) Ab heute prellt eine Taste des Tachos, so daß ich verschiedene Daten nicht mehr richtig erfassen kann:-|
Nach anfänglicher Sonne beim Blick aus dem Zimmer ziehen Wolken auf. Entgegen der Fahrtrichtung des Granfondo Milano-Sanremo fahre ich die schönsten Küstenabschnitte jetzt auf der Meerseite mit tollem Blick auf die Steilküste! Savona erreiche ich nach kurzer Zeit an der Strandseite am Meer, nehme den meerseitigen Eingang zum riesigen Fortezza del Priamar (Stadtseite): Ein verschachtelter, imposanter Militärkomplex aus verschiedenen Jahrhunderten! Bevor ich in Varazze die Küste verlasse, lege ich in Albisola Marina eine Pause mit Cappuccino und Brioche ein:
|
| Keramik-Relief in Albisola |
Hmm ..., das Wetter war schon mal besser vorhergesagt ... Egal, aufheitern tut mich dieses Keramik-Relief. Am Hafen von Varazze werfe ich schon einen Blick in den Apennin; vom Meeresniveau erwarte ich jetzt knapp 1.300 Hm am Stück: Sobald ich Varazze verlassen habe, finde ich mich auf leeren Straßen und in toller Natur wieder! Meist im dichten Wald verläuft die Fahrt recht unspektakulär, aus dem wartenden Auto werde ich angefeuert: "Bravo! Complimenti!" und in den Dörfern kehre ich in Ermangelung von Sonne nicht ein. Alleine kurz vor dem Paß wird es interessanter: Der Laubwald wird etwas lichter, es hellt sich auf! Zeitweise habe ich Ausblicke bis zur Küste (im Hintergrund im Dunst). Dann erreiche ich das Rifugio Monte Beigua (1.287 m): Leider geschlossen:-| Ich packe mich warm ein, hier oben herrschen gerade mal 13°C! So mache ich mich an die Abfahrt, zuerst duch den Parco del Beigua / Beigua UNESCO Global Geopark (wieder mit lichtem Laubwald, eine fast geheimnisvolle Stimmung; zumal mir nur eine Wanderin mit ihrem Hund begegnet). In der weiteren Abfahrt werfe ich einen Blick zurück in die Berge: Eine fast zivilisationslose Gegend! Um so mehr freue ich mich - auf der Michelin ist im Park tatsächlich eine aufgelassene Straße vermerkt (nicht staubfrei) - als ich später auf gutem Asphalt in Palo eine Bar bemerke für eine Pause - kaum zu glauben! - mit Sonnenschein:-) Von hier ist es nicht mehr weit, zumal sich die Abfahrt stetig fortsetzt und ich zum Sonnenuntergang meine Herberge in Sassello erreiche, das Hotel Pian del Sole [29.10.25]: Zu dieser Saison zeigt das Buchungssystem der Hotelseite keine Verfügbarkeit, wie jeden Montag/Dienstag:-| Ich hatte schon mit einer weiteren Fahrt bis nach Salice Terme geplant; doch eine Nachfrage klärt auf: Am Montag/Dienstag öffnet das Hotel nur auf Anfrage - so wie bei mir jetzt; das Restaurant bleibt diese Tage allerdings geschlossen:-| Egal, abends werde ich in der Bar Gina (wo ich 2020 schon mal gegessen hatte) - ja, andere Gäste in Palo wiesen mich drauf hin, daß in Sasello "alles geschlossen sei" - an die Trattoria L'Osteria "poco metri" weiter verwiesen und komme formidabel unter! Der Laden scheint sehr beliebt zu sein: Arbeiter, Stammgäste(?), Rennradfahrer. Später sind zum Abendessen 3 Tische in der kleinen Gaststube besetzt und das Essen ist lecker, die Weinauswahl vielfältig! Nur ist der Insalata Russa aus ... Di., 14.10.25, 82 km, Ø - km/h, (4:37) 1.610 Hm, 20/22/24~13(~24)°C (70 EUR Ü/Fr)
Dank weniger anderer Gäste wird das Frühstück nicht auf dem Zimmer serviert, sondern es gibt ein formidables Buffet! ... im ansonsten leeren, riesigen Restaurant. Die Verabschiedung ist herzlich: Alla prossima!
|
| Rückblick in die Berge des Apennin entlang des Erro |
Allerdings herrscht bei meiner frühen Abfahrt auf 405 m Höhe nur 8.2/8.3°C:-| Ich starte bei leicht diesigem Wetter zuerst leicht bergauf zum "Paß" Montesoro; hier beginnt meine lange Abfahrt: Die Sonne kommt leicht raus, das Herbstlaub beginnt zu leuchten! Ich genieße die fast KFZ-freie Fahrt durch das Tal des Erro. Hier ein Rückblick in das Flußtal und die Berge des Apennin. Allmählich wird die Straße flacher und ich erreiche Acqui Terme am Fluß Bormida: Ich rolle durch die Stadt in's alte Judenviertel mit Piazza della Bolente, der heißen Thermalquelle. Für die ist die Stadt schon seit den Römern bekannt. Pause mache ich an der Piazza Italia: Bei Cappuccino und Brioche in der Pasticceria Voglino - Champagneria studiere ich den Wikipedia-Eintrag zur Cattedrale di Santa Maria Assunta. Bevor ich die Stadt verlasse, mache ich mich durch die Porta Schiavia auf zu einer Besichtigung: Das schlichte Äußere täuscht, denn sofort beim Betreten überwältigt ein harmonischer Innenraum! Interessant ist die Krypta (Zugänge links und rechts unterhalb der Balustrade), die sich sowohl unter dem Querschiff als auch dem Chor erstreckt. Beeindruckend auch die Kuppel in der Vierung. Mit zunehmendem Sonnenschein - kurz nach Acqui Terme fahre ich schon kurz/kurz - passiere ich auf einer Nebenstrecke den kleinen Ort Gamalero ..., und wäre fast an der Color Bar vorbeigefahren: So nutze ich den Sonnenschein - wie auch ein paar Einheimische - zu einer Pause:-)
|
| Brücke über den Po |
So gestärkt passiere ich alsbald Alessandria, blicke von Valenza über das Tal des Po, den ich anschließend überquere (das Restaurant / Cafe an der Brücke wurde scheinbar in ein Wohnhaus umgewandelt; es war auch seit Jahren nicht mehr offen gewesen: Schade!), kehre in Mede in der Bar Arcobaleno di Max & Stefy auf ein Panino [29.10.25] (mit Roero & Gewurz) ein und werfe einen Blick auf das Wetter: Oggi e domani in italia: Tutto bene! Auf Nebenstrecken und durch kleine Dörfer wie Velezzo Lomellina erreiche ich Vigevano: Hier komme ich günstig - wie gestern schon recherchiert, natürlich ohne zu buchen! - zentrumsnah im Hotel Ducale unter: Von dort mache ich mich gleich auf zur Piazza Ducale, um die letzten Sonnenstrahlen zu erhaschen! Dieser Herzogsplatz beeindurckt mich, seit ich ihn 2008 das erste Mal gesehen habe: Immer wieder ergeben sich reizvolle Blickwinkel, die die Harmonie des Platzes zur Geltung kommen lassen! Abends esse ich letztmalig Pizza in der Pizzeria MACO. Und wenn ich jetzt, kurz vor Mailand, genau nachdenke: Heute fahre ich die 300 km Sanremo nach Mailand in 3 Tagesetappen (violett); (rot) während ich von 20 Jahren das Rennen Milano-Sanremo in 8:30 h absolviert habe. Naja, auch ich werde nicht jünger:-) Mi., 15.10.25, 140 km, Ø - km/h, (5:41) 517 Hm, 9~15/20/24°C (59 EUR Ü/Fr)
Früh frühstücke ich, es ist bei der Abfahrt fast noch dunkel, und kalt: Schnell fahre ich am langen Stau vorbei, um nach Abbiategrasso auf den Radweg nach Mailand zu wechseln; das ist sehr entspannt. Zügig mache ich mich in Mailand auf zum Bahnhof, einem immer wieder imposanten Bau (auch wenn es sich hier nur um einen Nebentreppenaufgang handelt)!
|
| Abfahrt in Mailand nach Frankfurt |
In der Bar am Ende des Querbahnsteigs warte ich bis zur Bereitstellung des Zuges; dann nehme ich den Sitzplatz beim Rollstuhlstellplatz in Beschlag und erwarte die Abfahrt ..., die sich nur leicht verzögert. Nach einer störungsfreien Fahrt von 7:28 h erreiche ich überpünktlich den Frankfurter Hauptbahnhof. Do., 16.10.25, 40 km, Ø - km/h, (-) - Hm, 15/16°C
Bis auf einmal, wo ich wegen schlechten Wetters die Zugtickets habe verfallen lassen, ist Norditalien im Herbst (und auch Frühling) eine sichere Bank! Ich kann Besichtigungen in Orten kombinieren mit Kulinarik; und Bergetappen mischen sich munter mit Flachetappen, ganz nach Belieben! Gleichzeitig können die Nachbarländer einbezogen werden: Die Schweiz und Frankreich ermöglichen Abwechslung zum italienischen Einerlei:-) So sind gut 1.000 km zusammengekommen, mit Rücken-, aber auch längeren Gegenwindpassagen genau wie einigen sukzessiven Anstiegen: Ich hoffe auf einen positiven Effekt für meine Ambitionen bei den anstehenden Läufen. Nachtrag: Die Hotelübernachtung mit Frühstück kostet ca. Ø 77,50 EUR; der Tag kostet ca. Ø 155 EUR all inklusiv (Bahn-Tickets An-/Abreise, Postkarten, Briefmarken, Ersatzteile, ...).